Moddo Pinch Board misst nur 10,9 × 10,5 mm
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Das soeben angekündigte Moddo Pinch Board ist ein 10,9 × 10,5 mm großes Arduino-kompatibles Entwicklungsboard, das auf Microchips ATSAMD11D14A-Mikrocontroller basiert. Das in Toronto ansässige Unternehmen Moddo bezeichnet es als kleinstes 32-Bit-Arduino-kompatibles Board der Welt – und tatsächlich gelingt es, nativen USB-C, eine RGB-LED, einen Reset-Taster und einen Spannungsregler auf einer Platine unterzubringen, die kaum größer ist als der Stecker selbst.
Zum Vergleich: Das bekannte Arduino Nano RP2040 Connect misst 45 × 18 mm. Das Pinch ist nicht darauf ausgelegt, mit der Rechenleistung oder dem Speicher des Nano zu konkurrieren – sein Reiz liegt darin, ausreichend Arduino-Funktionalität in Projekte zu bringen, bei denen selbst ein herkömmlich kleines Entwicklungsboard räumlich zu unhandlich ist.
Hardware des Moddo Pinch Boards
Der 32-Bit-Arm-Cortex-M0+-Kern läuft mit bis zu 48 MHz, verfügt über 4 KB SRAM und 16 KB Flash. Der Bootloader belegt 4 KB, sodass etwa 12 KB für Sketches verbleiben. Das ist selbst für Mikrocontroller bescheiden, reicht jedoch für kompakte Steuerungen, Sensorschnittstellen, Wearable-Elektronik und USB-Human-Interface-Geräte aus.
- 12 über Header zugängliche GPIO-Pins, insgesamt 15 GPIOs
- Fünf Analogeingänge, 11 PWM-Ausgänge und ein echter DAC-Ausgang
- I²C, SPI und zwei UART-Schnittstellen
- Nativer Full-Speed-USB-C mit Unterstützung für CDC Serial und HID
- Ein 16-poliger Erweiterungsheader mit 1,27 mm Rastermaß
- 5-V-USB-Versorgung mit bis zu 500 mA Ausgangsleistung und einem 3,3-V-LDO mit bis zu 300 mA
Der Feinraster-Header ist der unvermeidliche Kompromiss bei dieser Boardgröße. Moddo bietet daher eine Breakout-Platine an, die die Verbindungen auf das breadboard-freundlichere 2,54-mm-Raster umlegt. SWD-Debugging ist über D5 und D6 ebenfalls verfügbar, wobei diese Pins mit der zweiten UART-Schnittstelle geteilt werden.
Programmierung des Moddo Pinch Boards
Das Moddo Pinch Board verwendet ein angepasstes Arduino-SAMD-Paket; die Board-Definition und Dokumentation sind auf GitHub verfügbar. Die Programmierung erfolgt direkt über USB-C, ohne externen Programmer. Ein Doppelklick auf den Reset-Taster versetzt das Board in den Bootloader-Modus, falls ein Sketch USB deaktiviert oder einen normalen Upload anderweitig verhindert.
Die Software bietet Optionen für den USB-Betrieb, die Oszillatorkalibrierung, die PWM-Frequenz und die Gleitkommaformatierung. Diese Einstellungen sind bei einem Gerät mit nur 12 KB verfügbarem Anwendungsspeicher relevant. Die Standard-USB-Konfiguration unterstützt CDC Serial und HID, erlaubt jedoch nur eine einzige HID-Schnittstelle. Ein kombiniertes Tastatur-und-Maus-Gerät ist möglich; das Stapeln unabhängiger HID-Klassen hingegen nicht.
Justin Kim, Design- und Hardware-Leiter bei Moddo, gab an, dass das Board die abschließenden Tests und die Massenproduktion erreicht habe. Derselbe frühe Bericht merkte an, dass die Installation des Boards-Manager-Pakets nicht abgeschlossen werden konnte. Das dürfte vor dem Versand der Hardware behoben sein, ist jedoch ein Hinweis darauf, dass das Pinch noch eine Vorserienplattform und kein ausgereiftes Ökosystem ist.
Preis, Kit und der Größenanspruch
Das Vorbestellungskit für 15,90 US-Dollar enthält das Pinch-Board, eine 2,54-mm-Breakout-Platine und drei ungelötete männliche Header. Der Versand ist für September 2026 geplant.
Die Bezeichnung „kleinstes 32-Bit-Arduino-kompatibles Board der Welt" bedarf der üblichen Einschränkung. Das ältere ATTO-Board misst 11,5 × 10,3 mm, verwendet jedoch einen 8-Bit-ATmega32U4. Das experimentelle, auf dem RP2040 basierende RPDot ist mit 10 × 10 mm zwar kleiner, verfügt jedoch nicht über USB-C und wurde nicht kommerzialisiert. In der Praxis lässt sich Moddos Anspruch am besten so lesen: das kleinste kommerziell erhältliche 32-Bit-Arduino-kompatible Board mit integriertem USB-C. Das ist immer noch ein recht spezifischer Rekord – doch für miniaturisierte HID-Geräte, Wearables und beengte Einbauten ist genau diese Spezifik entscheidend.

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