Das Living Mirror Light Display ist eine clevere kinetische „Anzeige“, die durch das Steuern von Spiegeln „zeichnet“ statt Pixel auszugeben — richten Sie Sonnenlicht, einen Scheinwerfer oder sogar einen Laser darauf und es kann Muster auf einer nahegelegenen Fläche „malen“. Der Projektbericht von Time Sink Studio zeigt einen funktionierenden Prototyp mit 36 Kacheln, der gleichermaßen aus Optik, Mechanik und eingebetteter Steuerung besteht, und erinnert daran, dass „Display-Technik“ nicht immer LEDs bedeuten muss.

So funktioniert das Living Mirror Light Display

Jede 50×50 mm große Spiegelkachel wirkt wie ein zweiachsiges Pixel: Ein Neigen/Drehen ändert, wo der reflektierte Punkt landet.

A mirror-matrix prototype with square mirror tiles mounted on a green 3D-printed lattice frame, clamped to a rig in bright sunlight against a brick wall.
Eine sonnenlichtbetriebene Spiegelmatrix verwendet viele kleine steuerbare Kacheln, um Spiegelungen zu Mustern umzuleiten.


Wenn sich viele Kacheln gemeinsam bewegen, verschmelzen diese Punkte zu niedrigauflösenden Formen und Animationen (die Nachbildwirkung übernimmt dabei einen Großteil der Arbeit). Die größte Herausforderung ist nicht das Bewegen der Spiegel – sondern das zuverlässige Zuordnen von „Motorposition“ zu „Punktposition“, weshalb die Kalibrierung zentral für den Aufbau ist.

Bausteine hinter dem Living Mirror Light Display

Mechanisch nutzen die Kacheln 3D-gedruckte Gelenke und Kugelpfannenverbindungen, die von kleinen linearen Schrittmotor-Aktoren angetrieben werden. Elektrisch gruppiert der Prototyp die Kacheln in kleine „Inseln“ und verwendet DRV8825-Schrittmotortreiber sowie 74HC595-Schieberegister, um Richtungs- und Schlafsteuerung skalierbar zu halten, ohne ein Verdrahtungschaos zu verursachen. Ein ESP32 übernimmt die deterministische Schrittgenerierung und das Netzwerk; die Firmware läuft unter FreeRTOS und kommuniziert über MQTT (wenn Sie eine Auffrischung zu ESP32-Multitasking benötigen, finden Sie dort den passenden Einstieg).

Auf der Softwareseite gibt es eine browserbasierte Steuerungsoberfläche (Vue/TypeScript), die Knoten erkennt, das Raster konfiguriert und die kamerabasierte Kalibrierung mit OpenCV.js zur Fleckenerkennung und zum Aufbau von Korrekturtabellen pro Spiegel durchführt. Der Code ist offen verfügbar (siehe das Firmware-Repository und das Control-UI-Repository), was dies besonders als Referenzdesign nützlich macht, wenn Sie über geschlossene Kalibrierungskreise, modulare Motorsteuerung oder „mechanische Pixel“ für Kunst/Installationen nachdenken.

Als nächstes spricht der Entwickler über die Skalierung auf mehr als 64 Kacheln und die Integration von Interaktivität (Posen-/Gesichtserkennung und andere Eingaben). Wenn dies gelingt, wird das Living Mirror Light Display weniger zu einer einmaligen kinetischen Skulptur und mehr zu einer wirklich wiederverwendbaren Plattform für reflektierende Projektionen.

Und so sieht es in Aktion aus!


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