Edge Impulse und Arduino rücken näher zusammen, und das war der Fokus, als ich den Stand von Edge Impulse auf der Embedded World 2026 besuchte, um mit Linda Watkins, Marketingdirektorin von Edge Impulse, zu sprechen. Der Zeitpunkt ist für Entwickler wichtig: Qualcomm gab im März 2025 offiziell bekannt, dass es Edge Impulse übernommen hat, brachte später Arduino ins Boot und verknüpft nun diese Teile mit Tools und Hardware, die auf echte Edge-KI-Arbeiten abzielen, anstatt auf Labordemonstrationen, wie ich in meinem früheren Blick auf der VENTUNO Q-Plattform angemerkt habe.
 

Edge Impulse und Arduino auf der Embedded World 2026

In dem Interview erklärt Watkins, dass der aktuelle Fokus wirklich darauf abzielt, das Durcheinander zwischen Modellentwicklung, Anwendungslogik und Zielhardware zu reduzieren. Hier kommt Arduino App Lab ins Spiel. Arduino hat die Umgebung zu einer Brücke zwischen Sketches, Python, Linux-Seiten-Code und einsatzbereiten KI-Funktionen erweitert, während Edge Impulse an einem klareren Weg für Datensammlung, Kennzeichnung, Training, Optimierung und Bereitstellung arbeitet.

Das ist wichtig, denn zu viele Embedded-KI-Demos scheitern immer noch an den Übergabepunkten. Ein Modell kann laufen, aber es auf Hardware zu bringen, es in eine benutzbare Anwendung einzubetten und den Workflow für Nicht-Spezialisten zugänglich zu halten, kann immer noch eine Herausforderung sein. Watkins’ Kommentare stimmen mit der öffentlichen Botschaft rund um die neue App Lab-Version und der neu angekündigten vollständigen Integrationsarbeit überein: Das Ziel ist nicht KI um ihrer selbst willen, sondern ein kürzerer Weg von der Idee zum funktionierenden Gerät.

Was Edge Impulse und Arduino verändern

Eine sinnvolle Frage nach Qualcomms Übernahmen ist, ob alles in einen einzigen geschlossenen Stack zusammenfällt. Die Antwort, zumindest aus öffentlichen Erklärungen und aus Watkins’ Darstellung im Interview, ist nein. Edge Impulse hat erklärt, dass es weiterhin eine breite Hardwarebasis über MCUs, CPUs, GPUs und NPUs unterstützen wird, auch wenn Qualcomm-Plattformen enger integriert werden. Für Ingenieure ist das der praktische Punkt: Ein reibungsloser Workflow ist nur dann nützlich, wenn er die Optionen erweitert, anstatt in ein geschütztes Ökosystem zu münden.

Von Workflow-Gesprächen zu echter Hardware

Der Hardware-Hintergrund dieses Interviews ist VENTUNO Q, das vor der Messe als Dual-Brain-Plattform angekündigt wurde, die Qualcomm Dragonwing IQ8-Computing mit einem STM32H5-Mikrocontroller für deterministische Steuerung kombiniert. Arduino gibt an, dass das Board für Offline-KI, Robotik, Vision und Aktuation gedacht ist, wobei Arduino App Lab und Edge Impulse Studio helfen, den Softwarefluss mit der Zielhardware zu verbinden. In einfachen Worten wird die Softwaregeschichte endlich mit Hardware verknüpft, die mehr kann als nur höflich zu blinken.

Sehen Sie sich das Interview an, um Watkins’ Einschätzung zu erfahren, wo die Integration derzeit steht, wie sich die Beziehung zu Arduino entwickelt und warum diese Kombination als ein benutzbarerer Weg in die praktische Entwicklung von Edge-KI positioniert wird.

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