Zukünftig wieder analoges Radar im Auto

17. Oktober 2017, 14:08 Uhr
Analoges Radar für Autos. Bild: Metawave
 
Analoges Radar für Autos. Bild: Metawave
 
Der im kalifornischen Palo Alto ansässige Xerox-PARC-Ableger Metawave ist der Ansicht, dass sie das verbessern kann, was von der Automobilindustrie als "Einschränkung" herkömmlicher Radargeräte gewertet wird. Ihre Lösung basiert auf Metamaterialien, kleinen softwaregesteuerten Konstruktionen auf einer Platine, mit denen man die elektromagnetische Strahlung so lenken kann, wie es bisher nur mit den viel größeren, leistungsstärkeren und teureren Systemen möglich war.

Laut Metawave sind die Probleme mit den heutigen Radarsensoren im KFZ-Bereich nicht auf Radarchips etwa von NXP, Infineon oder Texas Instruments zurückzuführen. Das vollständige Radarpaket von Metawave ist sogar ein Radarchip-Anachronismus.

Sie betonen, dass wir „immer noch in der analogen Welt existieren – auch das Auto“. Daher beabsichtigt Metawave, eine erschwingliche und leistungsstarke analoge Radarplattform zu bauen, ohne die Komplexität und Kosten, die mit militärischen Lösungen verbunden sind. DBF (Digital Beam Forming) ist im Wesentlichen nur geeignete Phasenverzögerung. Berechnungen würden eine komplexe und langwierige digitale Signalverarbeitung erfordern, was zu sehr langsamen Reaktionsgeschwindigkeiten in der Größenordnung von Millisekunden für die Strahlsteuerung und zu schlechten resultierenden Strahlungsverhalten führen würde, wenn der Strahl von der Hauptstrahlrichtung (Nullgradwinkel) abgelenkt wird.
 
Metawave plant, auf der CES (Consumer Electronics Show) im Januar 2018 einen Prototypen vorzustellen.
 
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