Testlauf

Nun naht der Moment der Wahrheit – zumindest was das Trockenschwimmen mit der GUI angeht: Der Start von uTracer 3.11 via Windows-Start-Button. Ein im Look & Feel von VB gehaltener Bildschirm erscheint:
 
Zufrieden damit, soweit gekommen zu sein und dabei auch etwas gelernt zu haben, zögerte ich nicht damit, einige Daten einzugeben und zu schauen, was „passiert“. Zu diesem Zeitpunkt ist die µTracer-Hardware noch nicht angeschlossen. Sie ist ja noch nicht einmal fertig gebaut. Aber was kann schon schiefgehen, wenn man einfach mal ein paar Röhren-Daten eingibt? Eigentlich nichts. Also grub ich meine Lieblingsröhre aus, eine 807.
Und dann noch eine zuverlässige Quelle von Röhrendaten wie etwa die 1962er Ausgabe von Muiderkring Tube and Transistor HandBook (MTTH; auch von Ronald empfohlen), um dies herauszufinden (radiomuseum.org hat das schon vorgemacht):
 

Die ziemlich einfache Zeichnung zeigt die Pin-Belegung der Röhre samt typischen Spannungen und wichtigen statischen Angaben. Ich begann mit einem Klick auf „Pins“ der GUI und gab die Elektrodennamen sowie die Anschlüsse für die Heizung aus der MTTH-Zeichnung ein.
Beim Fenster Pins gibt es keine Sichern-Option. Man schließt es einfach durch Klick auf das rote Kreuzchen. Anschließend kamen noch die wichtigen Daten der 807 in die Felder mit den Labels. Ich fand Vg start/stop (Gitterspannung), Vs (Schirmspannung), Ia (Anodenstrom) und Vh (Heizspannung). Ich habe dann damit herumgespielt und im System eine Grafik (trace) des Typs [I (Va, Vg) mit Vs, Vh = konstant] aus dem Menü oben am Fenster ausgewählt. Man beachte die MTTH-Maximalwerte für Ia und Ist von 100 und 10 mA. In der Theorie ist es also möglich, eine Röhre so zu zerstören oder sie hell aufglühen zu lassen, indem man verrückte Werte bei µTracer einstellt. Aber µTracer ist bloß das Fahrzeug und Sie selbst sind der Fahrer.
Auch wenn es sich im Moment nur um hypothetische Werte (noch mit Fehlern, ich weiß) für die Konfiguration meiner 807 handelt, habe ich sie doch für später im Datei-Format .uts gesichert:
 

Wer seine .uts-Dateien für andere zugänglich in der Cloud ablegen will (oder dort welche verbessern möchte), der sollte das einfach tun. Diese Daten habe ich gesichert:
 
 

Fazit

Meine Erfahrungen mit der Software für µTracer haben mein Vertrauen gestärkt, dass ich die Sache zum Laufen bekomme und damit meine enorme Warteschlange an zu überprüfenden Röhren abarbeiten kann. Im Moment befinden sich diese Röhren aber in Begleitung von µTracer und meinem PC auf der Reise nach Aachen.

Fortsetzung in KW 24 (12. bis 16. Juni 2017).
 
4/4
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