Selbstfahrende Autos: Ein Pinguin auf dem Fahrersitz?

21. März 2017, 16:05 Uhr
Zwergpinguin (Eudyptula minor), Bruny Island, Tasmanien (Australien). Bild: JJ Harrison / Wikipedia
Zwergpinguin (Eudyptula minor), Bruny Island, Tasmanien (Australien). Bild: JJ Harrison / Wikipedia
Es geht hier weniger um ein Mikrocontrollersystem unter Linux. Professor Yiannis Papadopoulos, ein Informatiker an der University of Hull (UK) meint, dass man beim Thema selbstfahrende Autos durchaus von Tieren lernen kann. Papadopoulos und Kollegen haben hierfür ein von Pinguinen inspiriertes Testsystem untersucht, das den Code für Mikrocontroller so sicher machen soll, dass Autos keine Unfälle bauen.

Neue Tools, die auf der Methode basieren, wie Vögel bei der Jagd nach Fischen kooperieren, sollen bei der Organisation von Kfz-Software helfen. Die Tools suchen nach sicheren Verfahren zur Organisation von Code und nutzen dabei Strategien von Pinguinen, die diese bei der Futtersuche im Meer anwenden. Laut Experten werden solche Testmethoden bei zunehmend vernetzten Autos immer wichtiger.

Laut Papadopoulos jagen Pinguine in Gruppen und man kann sie dabei beobachten, wie sie ihre Tauchgänge beim Fischfang synchronisieren. Sie können dabei akustisch kommunizieren und wohl auch Informationen über die Nahrungsquellen austauschen. Die Strategie ähnelt entfernt der Methodik der Netzwerkorganisation von Telekommunikationsfirmen, die sich auf die Kommunikation von Ameisen stützt.

Der Forschungsbericht wurde von der IEEE unter „Can aquatic flightless birds allocate Automotive Safety requirements“ veröffentlicht.
 
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