Review: USB-Oszilloskop PicoScope 2208B MSO

1. September 2016, 09:10 Uhr
Review: USB-Oszilloskop PicoScope 2208B MSO
Review: USB-Oszilloskop PicoScope 2208B MSO
Die 2000er-Serie der USB-Oszilloskope von PicoScope überzeugt bezüglich dem Verhältnis von Brandbreite und Kosten: Ab etwa 150 € gibt es das Einstiegsmodell 2204A mit 10 MHz und 8 kS Speicher bei einer Abtastrate von 100 MS/s. Die Spanne reicht bis zu rund 1.000 € für das größte Modell 2208B mit einer Bandbreite von 100 MHz und einer Speichertiefe von 128 MS bei einer Abtastrate von 1 GS/s. Nicht zu verachten sind auch die optionalen Mixed-Signal-Funktionen.

Pico Technology hat das Tool „Configure Your Scope“ prominent auf der 2000er-Produktseite platziert. So spartanisch es daherkommt, so hilfreich ist es bei der Auswahl anhand der eigenen Anforderungen. Es zeigt klar an, wieviel Geld man für das ausgewählte USB-Oszilloskop auf den Tisch blättern muss. Wie viele Kanäle (2 oder 4)? Welche Bandbreite (10/25/50/70/100 MHz)? Prüfspitzen inklusive (ja/nein)? MSO oder kein MSO? Und beachten Sie: Die dort angezeigten Preise sind ohne Mehrwertsteuer...

Vier Kanäle sind nicht gleichzeitig mit MSO-Fähigkeiten möglich. Man muss sich also zwischen den drei Optionen 2 Kanäle ohne MSO, 2 Kanäle mit MSO oder 4 Kanäle ohne MSO entscheiden. Und beim Einstiegsmodell 2204A gibt es keine Wahl, denn das wird nur mit 2 Kanälen ohne MSO geliefert. Bei diesem Review wird das Top-Modell 2208B MSO beleuchtet. Dieses digitale USB-Oszilloskop bietet:
  • 100 MHz Bandbreite bei 1 GS/s
  • 8-bit-Auflösung
  • Spektrum-Analyzer;
  • Funktionsgenerator (auch arbiträr)
  • Protokoll-Decoder;
  • 16-Kanal-Logic-Analyzer.

Das Oszilloskop ist winzig: Es misst nur 130 x 90 x 20 mm und wiegt etwa so viel wie zwei Verstärkerröhren aus einem Oldtimer-Oszilloskop wie dem Tektronix 500. Das Gehäuse ist in dunkelblau gehalten, was diese Serie deutlich von seinen helleren Vorgängern etwa der 3000er-Serie unterscheidet. Es gibt auch keine Gummi-Bumper an den Enden des Gehäuses. Außerdem sitzen alle Anschlüsse nun an der Stirnseite. Im Vergleich mit den anderen Serien sind die 2000er-Modelle richtig kompakt geraten.

Auspacken
Pico Technology beteiligt sich nicht an dem weit verbreiteten Rennen nach mehr Samples pro Sekunde und mehr MHz. Stattdessen wird der Schwerpunkt auf Zuverlässigkeit und Qualität gelegt. Das sticht schon beim Auspacken ins Auge. Obwohl es sich um ein Modell aus der preiswertesten Serie handelt, merkt man bei der Verarbeitung keinen Unterschied zu den exklusiven „Super-Pro“-Serien. Das Modell 2208B MSO kommt mit zwei Prüfspitzen des Typs TA132, einem USB-Kabel, einem 20-poligen IDC-Kabel mit beschrifteten steckbaren Enden, 20 Haken-Clips, einer Schnellstart-Einführung und einer CD-ROM.

Inbetriebnahme
Wie bei den meisten USB-Geräten mit intelligentem Innenleben muss man zuerst Software installieren, bevor man das Gerät zum ersten Mal anschließt. Ich ignorierte „natürlich“ den Ratschlag von Pico, zunächst die erprobte Software-Version von der CD zu installieren, und holte mir stattdessen die PicoScope Beta-Version 6.12.2.1871 vom 10. Mai 2016 von der Pico-Website. Für alle Oszilloskope der 2000er-Serie gibt es die gleiche Software. Welche Funktionen dann aktiv oder inaktiv sind, wird von der angeschlossenen Hardware bestimmt. Die Software ist übrigens absolut kostenlos. Ohne angeschlossenes Scope läuft sie einfach im Demo-Modus.
 
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