Die Pico2DVI-Grafikkarte ist ein DIY-Videoadapter, der um den Raspberry Pi Pico 2 W (RP2350) aufgebaut ist. Sie erinnert optisch an eine PCIe-Add-in-Karte, soll jedoch keinen Host-PC beschleunigen. Stattdessen handelt es sich um ein eigenständiges Projekt: Versorgen Sie das Board extern mit Strom, schließen Sie ein Display an, und der Pico 2 W übernimmt die Steuerung.

Was die Pico2DVI-Grafikkarte ausgibt

Im Kern erzeugt die Pico2DVI-Grafikkarte einen DVI-kompatiblen digitalen Videostream über einen HDMI-ähnlichen Anschluss.

Close-up of the Pico2DVI PCIe-style board showing the DVI connector in the foreground, an HDMI port, and a Raspberry Pi Pico 2 W module on a black PCB.
Eine Nahaufnahme des Pico2DVI-Boards zeigt seinen VGA-Ausgang, den HDMI-Anschluss und das Pico 2 W-Modul auf einer PCIe-ähnlichen Leiterplatte.

Das ist das Interessante: Hier wird ein Mikrocontroller in den Bereich von Hochgeschwindigkeits-Videosignalen, Timing Closure und engen Pixel-Pipelines gebracht. Das Design ergänzt zudem 32 MB externen Videospeicher, um über die kleinen, „mikrocontrollertypischen“ Speicherbudgets hinauszugehen, die sonst Framebuffer, Tilemaps, Fonts und Animationsdaten begrenzen.

Warum die Hardware die Geschichte ist

Die Projektdokumentation geht auf SPI-Timing, Durchsatzbeschränkungen und die praktischen Realitäten des Routings schneller Digitalsignale auf einer Leiterplatte ein. Es ist eine Entwicklung, bei der Leiterbahndisziplin und Taktreserven zählen, nicht nur „kompiliert der Code?“. Dazu kommt ein absichtlich übertriebenes Kühlkonzept: Das Board ist darauf ausgelegt, extremes Overclocking zu verkraften (im Dienste eines stabilen Videoausgangs), und das „Sub-Zero“-Motiv kombiniert einen Kühlkörper, einen kompakten Lüfter und eine angedeutete Peltier-Schicht als Anspielung auf die Overclocking-Kultur am PC. Wenn Sie die Original-Projektübersicht, die Schritt-für-Schritt-Bauanleitung und die Quelldateien suchen, finden Sie diese im Überblick, dem Bau-Guide und im Quell-Repository.

Wie sie ins Pico-Video-Ökosystem passt

Wenn Sie die DVI-Experimente mit Mikrocontrollern verfolgt haben, ist die Pico2DVI-Grafikkarte die logische Steigerung: mehr Leiterplattenfläche, mehr RAM und mehr Ambition für Projekte, bei denen es darum geht, „etwas Nützliches darzustellen“ (etwa Dashboards, Retro-UIs und netzwerkgestützte Anzeigen), statt nur rohe Benchmarkwerte zu erreichen.

Monitor showing a black-and-white cellular-automaton-style demo with a performance overlay, with a Pico2DVI board on the desk connected by cables.
Die Pico2DVI bei ihrer „Life“-Vorführung.

Hintergründe zu DVI-Ausgaben in der Pico-Ära und verwandter Hardware finden Sie in unserer früheren Berichterstattung und im zugehörigen Review.

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