Heute ist der Internationale Tag der Bildung und Microcontrollers for Kids ist das perfekte, praxisnahe Elektor-Labs-Projekt, um diesen Tag zu würdigen. Von Elektor-Labs-Nutzer DE160775 stammt eine einfache, bewährte Methode, um Schüler von „Blöcke ziehen“ zu echtem Code auf realen Boards zu führen – ohne dass die Kinder unterwegs verloren gehen.

Das Konzept basiert auf drei Schritten: Scratch für das erste Selbstvertrauen, Open Roberta mit Calliope MINI für das Sensor-/Aktor-Denken (plus Simulation) und Open Roberta mit Arduino UNO als Brücke zur „realen Welt“ von Arduino – inklusive Ansicht des generierten Sketch-Codes.
 

Microcontrollers for Kids: Erster Schritt mit Scratch

Der erste Schritt ist klassisches Scratch: Eine browserbasierte, visuelle Umgebung, die sich für die Klassen 3–4 gut eignet, weil die Rückmeldung sofort erfolgt und Syntaxprobleme weitgehend entfallen.

Eine Dokumentseite mit dem Titel „Erster Schritt: Programmieren für Kinder“, die einen Scratch-Desktop-Screenshot mit einem Labyrinth-Projekt zeigt, untertitelt als laufend auf einem Raspberry Pi 3B+.
Erster Schritt: Ein Scratch-Desktop-Projekt, das Schülern der Klassen 3–4 die Programmierung näherbringt, hier ausgeführt auf einem Raspberry Pi 3B+.

Das Projekt merkt an, dass Schulen nicht immer über eine zuverlässige Internetverbindung verfügen, daher ist auch die Desktop-Version nützlich. Ein praktischer Tipp ist hier der Einsatz gedruckter „Karten“ mit kleinen Zielen, damit Kinder schnelle Erfolgserlebnisse sammeln und dann beginnen, selbst zu experimentieren.
 

Zweiter Schritt: Open Roberta mit Calliope MINI

Für ältere Schüler (in der Erfahrung des Autors Klassen 8–9) verlagert sich der Arbeitsablauf zu einer webbasierten Block-Umgebung für Boards und Roboter, wobei Calliope MINI das Ziel ist.

Eine dreiteilige Screenshot-Collage von Open Roberta Lab mit der Willkommensseite, dem Calliope-mini-Hardwarediagramm und einer Block-Programmierungsansicht mit Calliope-Simulator.
Zweiter Schritt nutzt Open Roberta Lab, um Sensor- und Aktor-Denken am Calliope mini zu vermitteln, mit Block-Programmierung und einem On-Screen-Simulator.

Der Hauptvorteil besteht darin, dass Lernende Eingaben und Ausgaben (Tasten, Mikrofon, Lichtsensor, Bewegungssensoren, RGB-LED, LED-Matrix) erkunden und Logik oft im Simulator testen können, bevor sie Hardware anfassen. Das Elektor-Labs-Projektpaket enthält druckbare Coding-Karten für Calliope MINI, um den Einstieg zu beschleunigen und zum Experimentieren zu ermutigen.
 

Dritter Schritt: Open Roberta mit Arduino UNO

Der dritte Schritt behält die Open-Roberta-Oberfläche bei, wechselt aber zum Arduino UNO als Ziel. Das Board selbst ist einfach, das Ökosystem jedoch nicht: Servos, Schrittmotoren, Ultraschallmodule, Zeichen-LCDs und mehr.

Eine zweiteilige deutsche „Arduino Basics“-Blink-Karte mit einer Arduino-Uno-Grafik links und einem Open-Roberta-Lab-Browser-Screenshot mit Blink-Blöcken und dem Arduino-Downloader rechts.
Dritter Schritt führt den Arduino UNO in Open Roberta Lab ein, nutzt das klassische Blink-Beispiel und zeigt, wie das Programm auf das Board geladen wird.

Der Clou des Autors: Die serielle Konsole wird für die Ausgabe genutzt, und die Schüler sollen die Quellcode-Ansicht aktivieren, damit sie sehen, wie die Blocklogik in einen Arduino-Sketch umgesetzt wird (einschließlich der Rolle von setup() und loop()). Wer das komplette herunterladbare Materialpaket (README sowie die Step_2- und Step_3-Coding-Card-ZIPs) möchte, findet alles auf der Elektor-Labs-Projektseite.

Der Weg ist das Ziel: Die Lernkurve bleibt flach, die Erfolgserlebnisse häufig, und „echter Code“ wird erst eingeführt, wenn die Neugier Fahrt aufgenommen hat.

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