Arduino 20. Jubiläum: Studierende aus Padua bauen Prototypen
Die Feierlichkeiten zum 20. Arduino-Jubiläum an der Universität Padua brachten drei von Studierenden entwickelte Prototypen hervor – von einem gestengesteuerten Fahrzeug über einen Ultra-Niedrigleistungs-Sensorknoten bis hin zu einem Swim-Tech-Wearable. Die Projekte entstanden im Rahmen eines Sommerwettbewerbs des IEEE-Student-Branch der Universität, die Abschlusspräsentationen fanden im November statt.
Arduino-Feierlichkeiten zum 20-jährigen Jubiläum sind weit mehr als eine Torte-und-Reden-Veranstaltung: Im letzten Monat nutzten Studierende der Universität Padua das Jubiläum als Anlass, um echte Prototypen zu bauen und zu präsentieren. Die Vorführungen fanden öffentlich am Department of Information Engineering statt.
Der IEEE Student Branch der Universität Padua hat kürzlich einen besonderen Wettbewerb veranstaltet, um die Grenzen dessen auszuloten, was mit Arduino möglich ist. Quelle: Arduino
Laut dem Originalbeitrag führte der IEEE Student Branch einen sommerlangen Wettbewerb durch, der am 19. November 2025 mit Projektpräsentationen endete.
Arduino 20-Jahre-Challenge an der Universität Padua
Das Wettbewerbsformat war unkompliziert: Bauen Sie etwas Greifbares, erklären Sie die technischen Entscheidungen und zeigen Sie die Lösung im Betrieb. Professor Matteo Meneghini (IEEE Student Branch Advisor) sah darin eine Möglichkeit, technische Abwägungen, Teamarbeit und die Umsetzung von Ideen in funktionierende Hardware zu üben.
Martino Facchin. Quelle: Arduino
Martino Facchin, Hardware/Firmware Manager bei Arduino, nahm teil und die besten Teams erhielten einen Rabatt von 150 €, um weiteres Hardware-Zubehör für kommende Projekte zu erwerben.
Arduino-Projekte zum 20. Jubiläum
Drei Projekte stachen hervor, weil sie typische „Maker“-Ideen mit genügend technischem Anspruch verbinden, um eine nähere Betrachtung zu verdienen.
Gestengesteuertes Fahrzeug mit Radar-Erkennung
Ein Team entwickelte ein ferngesteuertes Auto, das kamerabasierte Gestenerkennung nutzt und die Steuerbefehle per Bluetooth an das Fahrzeug sendet.
Die Gestenerkennung läuft auf einer Python-basierten Machine-Learning-Umgebung. Im Fahrzeug kommen ein Arduino UNO R4 WiFi, ein HC-05-Bluetooth-Modul, vier 6-V-Getriebemotoren und ein zweiter Arduino UNO zum Einsatz. Dieser steuert ein Ultraschallsensor-und-Servo-„Radar“ für die Hinderniserkennung und unterstützt sowohl manuelle als auch automatische Modi.
Weitere Informationen zur UNO R4-Plattform finden Sie in unserer UNO R4-Übersicht.
Solarbetriebene Umweltüberwachung mit striktem Strombudget
Ein weiteres Team baute eine Umweltmessstation, aufgeteilt in ein Sensor-„Spot“-Modul und ein Upload-„Hub“-Modul. Der Hub überträgt die Daten in die Arduino Cloud.
Besonders interessant ist die Stromversorgung: Das Spot-Modul läuft mit einem Solarpanel und Superkondensatoren und arbeitet typischerweise bei 2,2 V. Hier kommt ein Energy-Harvesting-IC von Texas Instruments zum Einsatz, der für eine Energiegewinnung im Milliwattbereich ausgelegt ist. Ein Arduino Nano ESP32 übernimmt Messungen und Stromverteilung, während LoRa die Funkverbindung zwischen den Modulen herstellt.
Das Team betonte, dass es unterhalb der üblichen Arduino-Abstraktionsebene arbeitete und auf die tieferliegenden ESP32-Tools setzte, um mehr Kontrolle und Effizienz zu erreichen.
Swim-Tech-Wearable mit BLE-Paketen und Bewegungssensoren
Das dritte Projekt ist ein tragbarer Sensor für Schwimmer: Er misst Beschleunigung, Gyroskop- und Magnetometerdaten und erkennt typische Muster für Wendungen sowie Qualität von Schwimmzügen und -tritten. Die Daten werden in kleinen Paketen über Bluetooth Low Energy (BLE) an eine Kotlin-basierte Begleit-App übertragen. Die größte Herausforderung bestand darin, BLE schnell und zuverlässig genug zum Laufen zu bringen.
Was diese Arduino-Story zum 20. Jubiläum zeigt
Dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie Arduino an Hochschulen eingesetzt wird: Schnelles Prototyping bis zur Demo, gefolgt von echten technischen Herausforderungen (Stromarchitektur, Funkprotokolle, Datenpipelines und Software-Stacks), sobald der erste Prototyp funktioniert.
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Brian Tristam Williams ist ein Content-Ersteller, der seit dem Erhalt eines „Mikrocomputers“ im Alter von 10 Jahren eine Leidenschaft für Computer und Elektronik hat. Mit 16 kaufte er sein erstes Elektromagazin und bewegte sich seither im Ökosystem der Elektro... >>
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