Team der TU München gewinnt Hyperloop Speed-Wettbewerb

29. August 2017, 10:36 Uhr
Team der TU München. Bild: WARRHYPERLOOP
Team der TU München. Bild: WARRHYPERLOOP
Mit einer Geschwindigkeit von 324 km/h schickte eine Gruppe von Studenten der TU München ein Testfahrzeug durch die Hyperloop-Röhre des US-Unternehmers Elon Musk in Los Angeles. Das WARR-Hyperloop-Team verteidigte damit die Spitzenposition vom ersten Wettkampf zu Beginn des Jahres. Hyperloop ist das Konzept eines Hochgeschwindigkeitszuges, das 2015 von SpaceX-Gründer und Tesla-Chef Elon Musk vorgestellt wurde. Es sollen sich dabei Kapseln mit Schallgeschwindigkeit in einem Rohr unter Teilvakuum bewegen. Studententeams aus aller Welt waren aufgerufen, ihre Konzepte für Kabinenkapseln, sogenannte Pods, vorzulegen.
 
Im ersten Wettbewerb vom Januar 2017 wurden zwei Hauptpreise verliehen: einer für das schnellste Pod des WARR-Hyperloop-Teams der TU München und ein anderer für das beste Gesamtkonzept, der an die TU Delft (NL) ging. Im zweiten Wettkampf zählte rein die Geschwindigkeit.
Mehr als 20 Teams kamen zum zweiten Wettkampf nach Los Angeles, um ihre Kapsel in der speziell konstruierten Röhre auf dem SpaceX-Gelände zu testen. Nur drei Mannschaften konnten sich nach den strengen technischen Prüfungen für das Finale qualifizieren. Neben dem WARR-Hyperloop-Team der TU München waren es ein Team „Paradigma Hyperloop“ von der Northeastern University und Memorial University in Neufundland & Labrador sowie das Team Swissloop der ETH Zürich (CH).

 
Bild: WARRHYPERLOOP
Das Pod von Swissloop erreichte eine Geschwindigkeit von 39 km/h in der fast vakuumierten Röhre, die Kapsel von Paradigm Hyperloop erreichte immerhin 104 km/h, doch als das letzte Team WARR sein Hyperloop-Fahrzeug startete, fiel der Rekord. Ihr Pod war eines der kleinsten im Wettbewerb. Es wiegt nur 80 kg und wird von einem 50-kW-Elektromotor angetrieben. In der Tube beschleunigte sich das Pod auf konkurrenzlose 324 km/h und war damit mit großem Abstand das schnellste Teil. Das WARR-Hyperloop-Design ist für ein 1,2-km-Rohr geschwindigkeitsoptimiert.

Quelle: Smart2zero
 
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