Selbstbalancierender Hochsitz
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Daher hat der schlaue homo sapiens die neolithische Revolution erfunden und es sich mit Ackerbau und Viehzucht gemütlich, die Erde untertan gemacht und sich kräftig vermehrt. Fliegen wurde zum Normalfall. Trotzdem wird die Natur in unseren Kulturlandschaften, zu denen längst auch der Wald gehört, nicht dem Zufall überlassen, sondern gehegt und gepflegt. Hinzu kommt, dass die Bewohner des Waldes für Nichtvegetarier lecker schmecken. Also kommt der Jäger ins Spiel.
Heute wird dem Wild in Mitteleuropa nur im Herbst per Treibjagd nachgestellt - ansonsten per fest installierten Hochsitzen, Ansitzen oder Jägerständen. Ihr Nachteil: Die Tiere lernen schnell, wo es einmal „Bumm“ gemacht hat, und meiden diese Gegend fürderhin. Der Jäger muss dann lange auf dumme Wildschweine warten oder aber den Hochsitz abbauen und an anderer Stelle wieder aufbauen.
Permanentes Umziehen ist für sesshafte Jäger ziemlich umständlich. Folglich hat der Verband progressiver Jäger einen Entwicklungsauftrag für eine Lösung des Dilemmas vergeben. Resultat: ein mobiler Jagdstand! Einem Elektor-Redakteur gelang sogar ein Erlkönig-Foto! Der Prototyp ist eine Art Segway für Jäger. Gut zu erkennen sind die beiden leistungsfähigen Radnabenmotoren. So mobil kann der Jäger nach einem Schuss leise, bequem und umweltschonend elektrisch den Jagdort an eine andere Stelle im Wald verlegen. Der Prototyp wurde statt mit Zebrastreifen getarnt bewusst auf alt getrimmt (abgelagertes Holz; Anstrich mit Rostfarbe) damit er den Tieren nicht so leicht auffällt. Dank Webcam und WLAN-Anbindung per ESP0104 kann der Hochsitz sogar ferngesteuert verlegt werden. Bei breit genug gepflanzten Bäumen kann man fliehende Tiere sogar verfolgen, auch wenn der Sitz mit 14 km/h nicht sonderlich schnell ist. Das klappt besonders gut, wenn die Bäume noch keine Blätter haben, also im April.

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