Rekord bei Supercap-Elektroden aus dem 3D-Drucker
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In Labortests erreichten die neuartigen Elektroden die höchste Flächenkapazität (gespeicherte elektrische Ladung pro Elektrodenoberfläche), die je für einen Supercap berichtet wurde. Die Forschungsergebnisse wurden kürzlich in einem Artikel in der Fachzeitschrift Joule veröffentlicht.
3D-gedruckten Graphen-Aerogel-Gitter.
Bild: Bin Yao / UCSC
Ein Pseudokondensator ist ein Supercap, der Energie durch eine Reaktion an der Elektrodenoberfläche speichert und damit eine höhere, akkuähnliche Leistung erbringt als normale Supercaps, die Energie elektrostatisch speichern. Das Problem bei solchen Pseudokondensatoren ist aber, dass bei größerer Elektrodendicke die Kapazität aufgrund der trägen Ionendiffusion schnell abnimmt. Die neue Studie zeigt einen Durchbruch bei der Kapazität eines Pseudokondensators. Die Forscher konnten die Beschichtung auf mehr 100 mg/cm² Manganoxid steigern, ohne die Leistung zu reduzieren. Üblich waren bislang lediglich etwa 10 mg/cm². Besonders wichtig ist, dann hier die Flächenkapazität linear mit dem Manganoxid und Elektrodendicke zunimmt, während die Kapazität relativ zum Gewicht nahezu unverändert bleibt. Dies deutet darauf hin, dass die Leistung der Elektrode nicht durch die Ionendiffusion eingeschränkt ist.
3D-gedruckten Graphen-Aerogel-Gitter nach
600 s Galvanisierung mit Manganoxid.
Bild: Bin Yao / UCSC
Die gedruckte Struktur ist ein Gitter, das aus zylindrischen Stäben des Graphen-Aerogels besteht. Die Stäbe selbst sind neben den größeren Poren in der Gitterstruktur selbst ebenfalls porös. Manganoxid wird dann auf das Graphen-Aerogel-Gitter galvanisch abgeschieden. Damit realisierte Supercaps erreichten eine gute Zyklenfestigkeit von 90 % der Anfangskapazität nach über 20.000 Lade- und Entladezyklen. Die neuartigen Elektroden ermöglichen zudem eine enorme Designflexibilität, da sie in jeder denkbaren Form per 3D-Drucker hergestellt werden können.

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