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Dieser speziell bei den Hörprothesen erlangte Fortschritt ist nicht zuletzt auch einer Entwicklung im Bereich der Mikro-Elektromechanischen-Systeme (MEMS) zu verdanken. Bei den mit dieser Technologie hergestellten Mikrofonen handelt es sich um hochinteressante Bauelemente. Der heute immer noch am häufigste verwendete Mikrofon-Typ ist jedoch das bewährte Elektret-Mikrofon, das jedoch langsam durch seinen MEMS-Konkurrenten verdrängt wird. Kein Wunder, denn ein Mikrofon, das auf der Oberfläche eines Mikrochips Platz findet, vereinfacht nicht nur die Herstellung, sondern hält auch länger.
Zwischen den MEMS und den Bio-MEMS, also den mikromechanischen Systemen für biologische Anwendungen, sind vor allem die Unterschiede hinsichtlich des Stromverbrauchs von Interesse. Bei einem MEM-System fließt zum Beispiel ein Strom von 300 µA bei 1,5 V, wogegen ein Bio-MEMS-System mit nur einem Zehntel dieses Stroms bei einer wesentlich geringeren Spannung von 0,9 V auskommt. Auch bei den Stückzahlen dürfte es signifikante Unterschiede geben: Millionen für den medizinischen Bereich und Milliarden für die Massenfabrikation bei Alltagsanwendungen.
Apropos Milliarden: Falls Sie auf der Suche nach einer zuverlässigen Investitionsmöglichkeit sind: Die Hörprothesen scheinen einen vertrauenswürdigen Eindruck zu machen, da die zunehmende Alterung der Bevölkerung ein florierendes Geschäft verspricht. Auch die immer lauter und schriller werdenden Töne, denen sich Jugendliche freiwillig per Kopfhörer aussetzen, garantieren fette Dividende im Hörgerätebereich.


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