Erste RISC-V SoC-FPGA-Architektur ermöglicht Echtzeit für Linux sowie innovative, sichere und zuverlässige Designs mit geringem Stromverbrauch

3. Dezember 2018, 08:59 Uhr
Bild: Microchip
Bild: Microchip
Wesentliche Leistungsmerkmale:
  • Demos auf dem RISC-V Summit (4.-5. Dezember 2018) zeigen die Vorteile hinsichtlich Größe, Stromverbrauch und Leistungsfähigkeit
  • Inklusive PolarFire-SoC Hard-CPU-Subsystem mit programmierbarer Logik
  • Neue Klasse von SoC-FPGAs ermöglicht deterministisches Echtzeitverhalten auf einer umfangreichen Linux-Plattform
  • Mi-V Embedded-Experts-Programm unterstützt Kunden weltweit bei PolarFire-SoC-Designs

Microchip kündigt über seine Tochtergesellschaft Microsemi die Erweiterung seines Mi-V-Ökosystems an, wobei auf dem RISC-V Summit vom 4. bis 5. Dezember 2018 die Architektur einer neuen Klasse von SoC-FPGAs vorgestellt wird. Die neue Baureihe umfasst die stromsparenden PolarFire-FPGAs für den mittleren Leistungsbereich, die ein komplettes Mikroprozessor-Subsystem auf Basis der offenen, lizenzfreien RISC-V-Befehlssatzarchitektur (ISA) enthalten.
 
Die auf dem RISC-V Summit in Santa Clara, Kalifornien, vorgestellte PolarFire-SoC-Architektur stattet Linux-Plattformen mit deterministischem asymmetrischen Echtzeit-Multiprocessing (AMP) in einem kohärenten Multicore-CPU-Cluster aus. Die zusammen mit SiFive entwickelte Architektur verfügt über ein flexibles 2MB-L2-Speichersubsystem, das sich als Cache, Scratchpad oder Direktzugriffsspeicher (DMA) konfigurieren lässt. Entwickler können somit deterministische Embedded-Echtzeitanwendungen gleichzeitig mit einem umfangreichen Betriebssystem für verschiedene thermisch- und platzbeschränkte Anwendungen in gemeinschaftlich vernetzten IoT-Systemen umsetzen.
 
In einer neuen Ära des Computing, die durch das Zusammenwirken von 5G, Maschinenlernen und das Internet der Dinge (IoT) getrieben wird, benötigen Entwickler von Embedded-Systemen die Vielfalt Linux-basierter Betriebssysteme. Diese müssen den Anforderungen deterministischer Systeme in immer energieeffizienteren, thermisch beschränkten Design-Umgebungen entsprechen und hohe Anforderungen hinsichtlich der Sicherheit und Zuverlässigkeit erfüllen. Herkömmliche SoC-FPGAs kombinieren rekonfigurierbare Hardware mit Linux-fähiger Verarbeitung auf einem einzigen Chip, um die idealen Bausteine für eine individuelle Anpassung bereitzustellen. Sie verbrauchen jedoch viel zu viel Strom, bieten keine nachgewiesene Sicherheit und Zuverlässigkeit oder basieren auf unflexiblen und teuren Datenverarbeitungsarchitekturen.
 
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