Der Autor widmet sich den Problemen beharrlich, indem er nicht etwa subjektive Wahrnehmungen (in ebenso subjektiver Formulierung) bestätigt, sondern durch die Zusammenführung von Physik, Fakten und überraschend einfachen Hilfsmitteln in einer eindrucksvollen Art und Weise überzeugt. All das wird unterstützt durch das absichtlich nüchterne Layout des Buches. Zum Beispiel: Die PA-Lautstärke trotz der allgemeinen Aufregung sowohl auf als auch abseits der Bühne absenken. Eine der besten Gigs, die ich je gesehen und gehört habe, war eine Open-Air-Performance von The Cure am Ende eines Tages voller extrem lauter (aber nicht unbedingt schlechter) Bands. The Cure hatte ihre eigenen Tontechniker mitgebracht, welche die gesamte PA-Lautstärke sofort um mindestens zwei Drittel reduzierten, verglichen mit dem, was zuvor so geboten wurde. Und es hat geklappt – die Menge ist trotz der donnernden Bassgitarre von Simon Gallup auf die Bühne gekommen, anstatt davor zu fliehen.

Wenn Sie solche Phänomene kennen und ein Interesse an der Optimierung von Raum, Halle, Studio oder sogar Open-Air-Akustik haben, um Künstlern auf der Bühne die beste Arbeitsumgebung zu bieten, dann ist „Acoustics in Performance“ genau das richtige Buch für Sie. Nur auf den ersten Blick scheint es sich einem Nischenthema zu widmen, doch tatsächlich ist es viel breiter, und seine Stärke liegt in der erfolgreichen Konvergenz so vieler Disziplinen. Sie können aus dem Buch lernen, wie Sie Ihre Wahrnehmungen in Bezug auf Akustik präzise formulieren.
 

Acoustics in Performance
Richard A. Honeycutt
Elektor International Media BV
ISBN 978-1-907920-64-6
120 Seiten (kartioniert)
Erhältlich ab Anfang Februar 2018 (Vorbestellungen sind möglich)
 
3/3
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