Audio-Verstärker-Test mit dem Oszilloskop: Roberto Armani über Rechtecksignale und Bode-Diagramme
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In dieser Folge von Elektor Engineering Insights demonstriert Roberto Armani praktische Oszilloskop-Techniken für das Testen von Audioverstärkern.
Objektive Messungen im Audio-Labor
In der neuesten Folge von Elektor Engineering Insights spreche ich mit dem langjährigen Elektor-Autor Roberto Armani über praxisnahe Methoden zur Analyse von Audioverstärkern mithilfe eines Oszilloskops.
Anstatt sich auf subjektive Hörtests zu verlassen, konzentriert sich die Diskussion auf objektive, wiederholbare Messungen, die schnell auf der Werkbank durchgeführt werden können. Roberto Armani erklärt, warum die Visualisierung von Signalen häufig Probleme aufzeigt, lange bevor sie mit dem Ohr wahrnehmbar werden.
Rechtecksignale zum Testen von Audioverstärkern
Mit Rechtecksignal-Tests wird gezeigt, wie Bandbreitenbegrenzungen, Wechselwirkungen mit Klangregelungen und unerwünschte Frequenzbeeinflussungen schnell erkannt werden können. Durch Beobachten von Flankenform, Neigung und Überschwingen lassen sich Nieder- und Hochfrequenzprobleme erkennen, die bei reinen Sinustests nur schwer auffallen.
Im Video gezeigte Beispiele verdeutlichen, wie selbst kleine Schaltungsfehler oder Bauteiltoleranzen die Rechteckantwort deutlich beeinflussen können.
Bode-Diagramme und Frequenzgang
Die Folge geht dann über zu Bode Plots - direkt auf einem modernen digitalen Oszilloskop erzeugten Bode-Diagrammen. Mit diesen Diagrammen lässt sich der Frequenzgang über das gesamte Audio-Band visualisieren und Verstärkungsabweichungen, Abfall und Kanalungleichgewicht quantifizieren.
Roberto Armani zeigt, wie dieses Vorgehen im Vergleich zu älteren, zeitaufwändigeren Sweep-Methoden abschneidet und erklärt, wann sich der Mehraufwand für Bode-Diagramme lohnt.
Anstiegszeit, Bandbreite und Hörbarkeit in der Praxis
Mit Anstiegszeitmessungen wird das Zeitverhalten mit dem Frequenzverhalten verknüpft. Die Diskussion zeigt, wie die Geschwindigkeit des Verstärkers mit der Bandbreite zusammenhängt und ab welchem Punkt Verbesserungen keinen praktischen Hörvorteil mehr bringen.
Mit jahrzehntelanger Erfahrung in Elektronikservice und Redaktionsarbeit reflektiert Armani zudem über die Lücke zwischen gemessener Leistung und subjektiver Klangqualität.

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