Arduino-Open-Source-Ökosystem erhält frischen GitHub-Schub
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Das Open-Source-Ökosystem von Arduino ist genau zum richtigen Zeitpunkt wieder in meinem Feed aufgetaucht. Seit Qualcomm angekündigt hat, Arduino zu übernehmen, höre ich immer wieder die vertraute Sorge: „Wird der Mutterkonzern irgendwann die rauen, gemeinschaftsorientierten Kanten abschleifen, die Arduino einst ausgemacht haben?“ Das heutige Update vom Arduino-Team beantwortet zwar nicht jede langfristige Frage, bringt aber etwas Konkretes auf den Tisch: Viel frischer Code, öffentlich, bereit zur Überprüfung, zum Forken und zur Verbesserung.
Der Kontext ist entscheidend. Als das Übernahmeabkommen am 7. Oktober 2025 verkündet wurde, konnte man sich leicht eine Zukunft vorstellen, in der „Open Source“ mehr Slogan als Praxis ist. Deshalb achte ich auf die langweiligen, aber wichtigen Signale: Öffentliche Repositories, echte Issue Tracker, Beitragshinweise und die Art von Arbeit, die Außenstehende einlädt, statt sie an den Rand zu drängen.
Was im Arduino-Open-Source-Ökosystem neu ist
Im neuen Beitrag teilt das Team mit, dass Dutzende von Repositories über Bibliotheken, Cores und Entwicklungstools hinweg veröffentlicht und aktualisiert wurden. Zu den Highlights gehören neue Repositories und Beispiele für das Nesso-N1-IoT-Board; eine wachsende Sammlung von Modulino-Sensorknoten-Bibliotheken (Grafik sowie mehrere Sensor-Treiber, zusammen mit einigen STM32duino-ToF-Sensor-Bibliotheken); und frische Updates sowohl für die IDE als auch für die Kommandozeilentools.
Es gibt auch Bestrebungen zur Plattformbreite: erweiterte MicroPython-Unterstützung und laufende Verbesserungen in den Kernbibliotheken für die üblichen Familien (AVR, SAMD und andere). Wenn Sie hauptsächlich in „Sketch-Land“ arbeiten, mag das abstrakt erscheinen. Wer jedoch Produkte, Integrationen oder Board-Support-Packages entwickelt, weiß: Diese unscheinbare Ebene entscheidet darüber, ob eine Plattform gesund bleibt.
Arduino UNO Q
Für mich am aufschlussreichsten ist die „Full-Stack“-Veröffentlichung für das Linux-basierte Arduino-UNO-Q-Board. Nicht nur Benutzer-Bibliotheken, sondern auch die Software-Infrastruktur, die die Plattform von den App-Lab-Komponenten bis hin zum Linux-Kernel funktionsfähig macht. Für alle, die in der Qualcomm-Ära noch skeptisch sind, ist das eine bedeutsame Entscheidung: Die einfachste Möglichkeit, eine Community zu beruhigen, ist es, den Quellcode für alle einsehbar zu machen.
Open Source
Arduino verweist außerdem auf Upstream-Arbeit und merkt an, etwa 200 Patches zur Zephyr-Codebasis beigetragen und den ersten eigenen Zephyr-basierten Core veröffentlicht zu haben. Das ist die Art von Beleg, die schwer zu widerlegen ist: Wenn ein Anbieter Upstream beiträgt, muss die Arbeit auch außerhalb der eigenen Firmenmauern bestehen.
Wer sich das große Bild auf Elektor verschaffen will, startet am besten mit unserer Arduino-Berichterstattung. Die einfachste Quintessenz lautet jedoch: Das Arduino-Open-Source-Ökosystem wird weiterhin öffentlich gepflegt – und das ist aktuell das glaubwürdigste Signal, das Arduino senden kann.

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