Zufällig entdeckt: Bessere Graphen-Elektronik

10. Dezember 2013, 14:36 Uhr
Zufällig entdeckt: Bessere Graphen-Elektronik
Zufällig entdeckt: Bessere Graphen-Elektronik

Wissenschaftler und Ingenieure der University of Wisconsin-Milwaukee in den USA haben unbeabsichtigt eine neue auf Kohlenstoff basierende Materialklasse entdeckt, die von Graphen abgeleitet wird. Das von den Forschen Graphenmonoxid genannte neue Material vereinigt alle drei Arten elektrischer Leitung:  Leiter, Isolator und Halbleiter. Letztere werden für aktive elektronische Bauteile benötigt.
 
Graphen hat prinzipiell das Potential die Elektronik umzukrempeln, da es Strom viel besser als Gold- und Kupferverbindungen leitet, mit denen moderne Chips verdrahtet werden.  Bislang sind praktischen Graphen-Anwendungen aber Grenzen gesetzt, da die Massenproduktion viel zu teuer ist. Ein weiteres Problem ist – bzw. war – dass Graphen bislang nur zwei Leitfähigkeiten kannte: Isolator oder Leiter.
 
Den Forschern gelang die Herstellung des neuen Materials, indem sie Graphenoxid (GO) im Vakuum durch Reduktion Sauerstoff entziehen konnten. Statt dass das Material zerstört oder unbrauchbar wurde, ordneten sich Kohlenstoff- und Sauerstoff-Atome neu und bildeten eine neue Ordnung zum halbleitenden Graphenmonoxid (GMO) aus. GMO kommt in der Natur so nicht vor. Das Resultat war auch nicht von den Forschern erwartet, vorhergesagt oder angepeilt. GMO zeigt Eigenschaften, die einfacher skalierbar sind als Graphen selbst und ist zudem ein Halbleiter.

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