Xmega-E-Serie: Kleine AVR-Controller von Atmel

10. Dezember 2013, 14:36 Uhr
Xmega-E-Serie: Kleine AVR-Controller von Atmel
Xmega-E-Serie: Kleine AVR-Controller von Atmel

Ende Januar hat Atmel neue Mikrocontroller der AVR-Xmega-Serie vorgestellt. Die Typen ATxmega32E5, ATxmega16E5 und ATxmega8E5 dieser E-Serie sind mit 32 Pins und Flash-Speicher zwischen 8 und 32 KB moderne Alternativen zu den klassischen AVRs Atmega8, 88, 168 und 328. Neben dem "normalen" TQFP gibt es sie auch im nur 4 x 4 mm großen QFN-Gehäuse. Gegenüber den bisherigen Xmegas haben sie zusätzliche interessante Features und eine reduzierte Stromaufnahme:

 

  • Optimierte Atmel picoPower Technology: Im Sleep-Mode stehen bei nur 180 nA Brown-Out Detection, Watchdog, 32-kHz-Oszillator, I/O-Pin-Change-Interrupts, I²C-Address-Match und USART-Wakeup zur Verfügung. Die Daten aller Register und des SRAM bleiben erhalten. Im aktiven Betrieb sind die Bausteine etwa 40% sparsamer als andere Xmegas (100 uA/MHz).
  • Neues Xmega Custom Logic Module (XCL) enthält Timer/Counter und "Glue Logic" und spart externe Bauteile und damit Platinenfläche. RS-Latch, D-Latch, D-Flip-Flop, Chip-Select Logik, AND/OR/XOR-Gatter werden oft im Umfeld von Mikrocontrollern benötigt.
  • ADC:  Differentielle 12-bit-ADCs mit optionalem Oversampling für Auflösungen bis 16 Bit sowie Offset- und Gain-Korrektur in Hardware, was die CPU entlastet und den Energieverbrauch weiter senkt.
  • Echtzeitfähigkeit: Das Xmega-Event System ist bei der E-Familie asynchron (taktunabhängig). Es reagiert auf Events daher nicht nur innerhalb weniger Nanosekunden, sondern vor allem auch bei abgeschaltetem Takt und daher sogar im tiefsten Sleep-Mode (Power Down Mode). Der DMA-Controller ergänzt das Event-System bei der Datenübertragung ohne dass die CPU beteiligt sein muss.
  • Migration: Da Erweiterungen an zuvor reservierten Register- und Bit-Adressen erfolgten und keine Änderung bereits bestehender Strukturen erfordern, lässt sich Code sehr einfach von einem Derivat auf ein anderes übertragen.
  • Typische Einsatzbereiche: Batteriebetriebene Geräte, Echtzeit-Anwendungen, Motortreiber, Ballastschaltungen, Stromversorgungen, DC/DC-Wandler, Brückentreiber, LED-Ansteuerungen, Batterieüberwachung und Power-Management.

 

Weitere Informationen und Datenblätter findet man unter www.atmel.com/Xmega/ oder bei Distributoren. Dort können ab sofort Muster angefordert werden. Die neueste Version des Atmel Studio 6 mit dem Atmel Software Framework 3.5 unterstützt die Xmega-E-Familie bereits. Für das Starter-Kit STK600 benötigt man den STK600-TQFP32 Sockel und die STK600-RC032X-64 Routing Card. Für das QFN-Gehäuse ist ein Adapter-Board angekündigt.

 

Von Dipl.-Ing. Andreas Riedenauer, INELTEK Mitte GmbH

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