Forscher des MIT (Massachusetts Institute of Technology) haben ein Computer-Modell einer neuartigen Solarzelle entwickelt, die eine höhere Energieausbeute als aktuelle Exemplare verspricht. Bei der neuen Solarzelle werden so etwas wie Trichter durch elastische Kräfte geformt, sodass als Resultat das Material auf verschiedene Wellenlängen abgestimmt ist, was letztlich dazu führt, dass ein größerer Teil des Spektrum des Sonnenlichts zur Umwandlung in  elektrische Energie genutzt werden kann.
 
Bei der neuen Solarzelle werden Ladungsträger einer sehr dünnen kreisförmigen MoS2-Schicht  durch ein elektrisches Feld in die Mitte gedrängt. Dabei verformt sich das Material zu einer Art Trichter und wird gleichzeitig für ein breiteres Spektrum des Sonnenlichts empfindlich. Die Forscher sind zuversichtlich, dass sie das Modell in absehbarer Zeit in die Praxis umsetzen können.
 
Der Einsatz von Materialien, deren Eigenschaften sich durch mechanische Kräfte verändert, ist keine Neuheit. IBM und Intel gelang es schon seit längerem, die Elektronenbeweglichkeit um 50% durch schlichtes Strecken des Siliziums zu steigern.
 
Bild: Yan Liang