Spring-Roboter

29. März 2016, 13:02 Uhr
Spring Roboter: Original und Kopie
Spring Roboter: Original und Kopie
Im Zeitalter der Multikopter und Drohnen sind die hohen Sprünge eines Grashüpfers wohl nicht gerade das geeignete Vorbild zum Bau eines Roboters. Umso interessanter die von der Universität von Tel Aviv nun veröffentlichten Arbeiten: Ein nur 13 Zentimeter großer, einem Grashüpfer nachempfundener Roboter mit 23 Gramm Gewicht ist in der Lage, mehr als drei Meter hoch zu springen, was etwa dem 25-fachen seiner Größe entspricht. Allerdings gleicht er nur entfernt seinem natürlichen Vorbild. Im Prinzip ging es darum, die Sprung-Mechanik dieses Insekts zu imitieren: Eine große Menge an Energie in den gefalteten Gliedmaßen zu speichern, um diese dann plötzlich wieder freizugeben und in eine Sprungbewegung zu verwandeln. Inzwischen sollen laut Angaben israelischer Forscher ähnlich aufgebaute Roboter sogar das Doppelte schaffen.

Die Sprungweite dieses kleinen Roboters ist weniger beeindruckend, aber mit etwas mehr als einem Meter immer noch beträchtlich. Dieses inspirative Beispiel aus der Welt der Ingenieure, das uns zeigt, welchen Einfluss die Biologie auf die Entwicklung völlig neuartiger Roboter ausüben kann, wurde (was den Sprungmechanismus anbetrifft) aus Kohlenstoff-Stäben entwickelt, die mit einer Torsionsfeder aus Stahl verbunden sind. Der aus ABS-Kunststoff bestehende Körper des kleinen, ferngesteuerten Spring-Roboters kommt aus einem 3-D-Drucker. Als Anwendungsgebiet ergibt sich vor allem das Aufspüren vermisster Personen im unwegsamen Gelände. Zurzeit wird noch an kleinen Flügeln zur weicheren Landung und zur Verbesserung der Flugeigenschaften gearbeitet.
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