Smart Water schafft neue Inselverbindungen

3. Oktober 2019, 10:00 Uhr
Smart Water schafft neue Inselverbindungen
Smart Water schafft neue Inselverbindungen
Vor fünf Jahren prognostizierte die Provinz Süd-Holland einen Bevölkerungsrückgang auf Goeree-Overflakkee. Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen bündelten daraufhin ihre Kräfte und entwickelten Smart Water. Das Ziel: nachhaltiges Wirtschaftswachstum schaffen, das von Akteuren des Wassersektors angetrieben wird.
 
Angestoßen wurde die Initiative vom Unternehmerverband Federatie Ondernemers Goeree-Overflakkee (FOGO), der Kommune, der Provinz, der Bank Rabobank und dem Bildungssektor. Steef Visser* ist FOGO-Vorsitzender und leitet den Lenkungsausschuss von Smart Water. „Mit einer klaren Vision und einem strukturierten Ansatz wollen wir unser Ziel erreichen. Der Fokus hilft dabei, neue Kooperationen auf den Weg zu bringen und Innovationen zu fördern. So sollen bis zum Jahr 2025 rund 1.600 neue Arbeitsplätze entstehen.“ Durch Smart Water und andere Entwicklungen wurden in den vergangenen fünf Jahren bereits 1.300 neue Stellen geschaffen: ein phantastisches Ergebnis.
 

Beispiele, die verbinden

„Jetzt, wo wir unsere Vision und Strategie festgelegt haben, bringen wir möglichst viele Stakeholder zusammen. Und das ist genau meine Aufgabe“, erzählt Marlies Mulder**. „An neun Knotenpunkten befassen sich Vertreter aus Wirtschaft, öffentlicher Hand und Bildung aus einem technologischen Blickwinkel heraus mit den Themen Wasser und Leben, Wasser und Nahrung sowie Wasser und Energie. Laufende Projekte, die in unsere Arbeitsbereiche passen, positionieren wir innerhalb dieser Knotenpunkte, wie die Wasserstoffentwicklung und Gezeitenkraft. Das stößt wieder neue Initiativen an.“
 
Ein schönes Beispiel ist die Initiative Technieksucces, die zum Ziel hat, die Jugend für Technik und Robotik zu begeistern. In speziellen Unterrichtsstunden erlernen die Kinder erste Schritte des Programmierens, das Ansteuern von Robotern und den Umgang mit VR-Brillen. Das Unterrichtsmaterial wurde mit Unterstützung von Sponsoren wie tbp entwickelt. „Durch die Wissensförderung auf der Insel schaffen wir Anreize für junge Menschen, hier zu bleiben", so Marlies Mulder. Lobenswert finde ich den Ansatz der Gemeinde, ehemalige Inselbewohner für Funktionen bei der Gemeinde nach Goeree-Overflakkee zurückzuholen.“
 

Ehrgeiziges Ziel

„Mit anderen Kooperationen wie der Energie Coöperatie, der Energieke Regio und Paulina.nu stehen wir in Kontakt“, fügt sie hinzu. „Smart Water regt Synergien an. So entwickeln Installationsbetriebe gemeinsam ihr Wissen über Wasserstoff und sprechen Unternehmen über Möglichkeiten zur gemeinsamen Energieerzeugung und -verteilung in Gewerbegebieten. Goeree-Overflakkee will zum wichtigsten Wissenszentrum in allen Fragen rund um das Thema Wasser werden.“

„Unser ehrgeiziges Ziel ist langfristig angelegt. Es ist wichtig, dass wir über die Grenzen von Zeit und Machbarkeit hinwegschauen, um größere Schritte machen zu können“, betont Steef Visser. „Das Bildungswesen wurde einbezogen, um die Wissensförderung auf der Insel zu gewährleisten. Wir brauchen jeden Einzelnen, um unser Ziel zu erreichen.“ Steef Visser und Marlies Mulder begrüßen daher das Engagement von tbp, u.a. in Form dieses Artikels über Smart Water. „Das ist ein Kompliment wert!
 
www.fo-go.nl/smart-water
 
* Steef Visser ist CEO der Steuerberatung Visser & Visser Accountants Belastingadviseurs
** Marlies Mulder ist Geschäftsführerin von De Zakenpartner – einer Vermittlung zwischen Behörden und Wirtschaft



Workshop Smart Water
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