Review: eC-test-mate

24. November 2016, 13:10 Uhr
Review: eC-test-mate
Review: eC-test-mate
eC-test-mate ist ein System, mit dem man Funktionstest an aufgebauten Schaltungen schon während der Produktion durchführen kann. Es gibt drei, auf verschiedene Anwendungen spezialisierte Testköpfe: T1 (grün) ist optimiert für allgemeine Anwendungen und besitzt vier analoge Ein- und Ausgänge sowie einen UART für die serielle Kommunikation, T2 (blau) ist auf Kommunikationsinterfaces spezialisiert und besitzt zwei analoge Eingänge, vier bidirektionale digitale Ein/Ausgänge, vier spezielle digitale Ausgänge, CAN, RS485, I²C und UART. T3 (rot) bietet zusätzliche Messfunktionen und verfügt dazu über acht Pins, die als analoge oder digitale Eingänge arbeiten können, vier analoge Ausgänge und eine Gruppe mit sieben digitalen Ausgängen, deren logischer Pegel programmiert werden kann.
 
Die Stärke des Systems liegt in seiner Einfachheit: Keine komplizierten Testeinrichtungen und –aufbauten, keinerlei Verbinder sind erforderlich, lediglich der Platinen-Footprint für den Testkopf ist notwendig, um der Schaltung auf den Zahn zu fühlen. Das System führt automatisch die in einem selbst festzulegenden Script vorgeschriebenen Tests aus und berichtet unmittelbar über die Ergebnisse.

Das eC-test-mate-System besteht aus folgender Hardware: eine Docking Station, drei Testköpfe, eine Spannungsversorgung für die Docking Station und das Steuerprogramm eC-my-test für den PC zum Ausführen der Testscripts. Jeder Testkopf verfügt über einen findig eingerichteten 21-poligen Stecker, der direkt mit einem speziellen Footprint auf der Platine Kontakt aufnehmen kann. Ein spezieller „Schlüssel-Pin“ garantiert, dass man den Testkopf nur an seinem vorgesehenen Footprint platzieren kann. Kostspielige Fehler, etwa durch das Anschließen der Versorgungsspannung an der verkehrten Leiterbahn sind so ausgeschlossen. Für ausführlichere Tests dürfen sogar mehrere Testköpfe gleichzeitig verwendet und die Resultate kombiniert werden.

Auch an die Ergonomie wurde gedacht: Der Testkopf rastet fest in seinem Footprint auf der zu testenden Platine ein. Es ist nicht nötig, Druck auf den Testkopf auszuüben oder diesen während der Testprozedur festzuhalten.

 

Docking-Station des eC-test-mate


Die Docking-Station des eC-test-mate bietet neben den integrierten Standard-Testfunktionen und Möglichkeiten zum Firmware-Update für die drei Testköpfe auch eine völlige galvanische Trennung zwischen dem PC und den Testköpfen. Die Docking-Station fungiert auch als Energielieferant für die Testköpfe und die zu testende Schaltung und bietet maximal 7 W oder 1 A, je nachdem, welche Grenze zuerst erreicht wird.


Die Testköpfe lassen sich auch direkt an den USB-Port des PCs anschließen. Mit nur einem Testkopf schafft man natürlich Platz auf dem Labortisch, allerdings ist dann keine galvanische Trennung mehr gegeben und die Energieversorgung der Schaltung ist auf 400 mA oder 2 W beschränkt.


Die Docking-Station des eC-test-mate arbeitet als USB-Hub für die Testköpfe. Direkt unter jedem Testkopf-Halter ist eine kleine passive Platine untergebracht, mit der man schnell überprüfen kann, ob der Testkopf auch richtig funktioniert. In dem PC-Programm sind dazu Testroutinen integriert.

 
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