Review: Das Einsteiger-Oszilloskop SDS1102 von Owon

31. Oktober 2019, 00:00 Uhr
Review: Das Einsteiger-Oszilloskop SDS1102 von Owon
Review: Das Einsteiger-Oszilloskop SDS1102 von Owon
Wie viel Oszilloskop bekommt man für weniger als 250 €? Um diese Frage zu beantworten, haben wir eines der billigsten Modelle von Owon, das SDS1102, unter die Lupe genommen. Trotz seines bescheidenen Preises bietet dieses zweikanalige Oszilloskop einen A/D-Wandler mit 1 Gsample/s und einer Eingangsbandbreite von 100 MHz.

Nicht jeder benötigt ein teures Oszilloskop mit vielen Funktionen. Vor allem Elektronik-Einsteiger dürften von einem Gerät mit klarem Funktionsumfang und nicht zu vielen Sonderfunktionen profitieren. Es geht um das Wesentliche: Signale in elektronischen Schaltungen sichtbar zu machen. Und als Anfänger arbeitet man meist nicht mit sehr hohen Frequenzen, so dass keine hohen Anforderungen an die Bandbreite eines Oszilloskops gestellt werden müssen.
Mit dem SDS1102 von Owon erhält man für 250 € (224 € für Elektor-Mitglieder) schon allerhand. Die Abtastfrequenz des 8-Bit-A/D-Wandlers in diesem Gerät mit zwei Kanälen beträgt nicht weniger als 1 Gsample/s (500 Msamples/s bei zwei Kanälen) und die Eingangsbandbreite 100 MHz. Das sind Werte, die man normalerweise erst bei zwei- oder dreimal so teuren Oszilloskopen findet.

Das Gehäuse

Das SDS1102-Oszilloskop von Owon wird mit zwei
Tastköpfen, einem USB- und einem Netzkabel ausgeliefert.

Das Gerät wiegt nur 1,1 kg und hat mit nur 15 W einen solch geringen Leistungsbedarf, dass auf einen störend lauten Lüfter verzichtet werden kann. Das Gehäuse ist gut verarbeitet und seine Tiefe ziemlich gering. Es besitzt zwei klappbare Füße auf der Rückseite, so dass das Gehäuse ein wenig nach hinten geneigt ist. Der Netzanschluss befindet sich, weil das Gehäuse so flach ist, nicht hinten, sondern an der linken Seite. Leider ragt dadurch das (dicke) Netzkabel ziemlich weit seitlich heraus, so dass man kein anderes Gerät direkt daneben platzieren kann. Das SDS1102 wird mit zwei Tastköpfen, einem Netzkabel und einem USB-Kabel für den PC-Anschluss ausgeliefert.

Das Bedienfeld ist recht übersichtlich, aber einige Tasten befinden sich - verglichen mit anderen Oszilloskopen - an ungewöhnlichen Stellen. Für einen Einsteiger dürfte dies aber kein Problem sein, hat er sich doch nie an eine andere Bedienfeld-Einteilung gewöhnt. Die Dreh- und Druckknöpfe sind die gleichen wie bei teureren Owon-Modellen. Leider, muss ich sagen, denn die gummiartige Beschichtung der Drehknöpfe ist nicht so mein Ding. Alle Drehknöpfe weisen die gleiche Größe auf; es wäre besser gewesen, größere Knöpfe für die horizontale und vertikale Empfindlichkeit zu verwenden, wie das bei den teureren Modellen der Fall ist. In der Produktion hätte dies wahrscheinlich nicht mehr gekostet.

Das 7-Zoll-Display ist hell und weist
einen großen Betrachtungswinkel auf.

Das 7-Zoll-Display besitzt eine Auflösung von 800x480 Pixel. Helligkeit und Betrachtungswinkel sind in Ordnung und stehen denen von Displays teurerer Oszilloskope in nichts nach. Rechts neben dem Bildschirm befinden sich fünf Funktionsdrucktasten für die Menüs. Mit einem Multifunktions-Drehgeber kann man durch die Untermenüs scrollen.


 
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