Test- und Messgeräte neigen dazu, sich auf einer Werkbank anzusammeln. Ein Oszilloskop hier, ein Signalgenerator dort, vielleicht ein Spektrumanalysator, wenn man Glück hat. Red Pitaya verfolgte vor einigen Jahren einen anderen Ansatz: alles in eine Box zu packen und die Software entscheiden zu lassen, was es ist.

Mit dem Erscheinen der STEMlab Gen 2-Hardware hat sich diese Idee weiterentwickelt. Das neue Elektor-Buch "Experimenting with Red Pitaya STEMlab Gen 2" zeigt, was Sie tatsächlich damit tun können.

Praktisches Lernen mit echter Hardware

Das Buch versucht nicht, mit Spezifikationen zu beeindrucken. Stattdessen verfolgt es den praktischen Ansatz: Schließen Sie die Platine an, führen Sie Code aus, betrachten Sie Signale, ändern Sie Dinge und sehen Sie, was passiert. Auf dem Weg dorthin bewegen Sie sich von einfachen Messungen zu komplexeren Themen wie FPGA-basierter Verarbeitung und dem Design eigener Instrumente. Python und Vivado kommen ebenfalls zum Einsatz, aber immer im Dienste von etwas Greifbarem.

Zynq, FPGA und softwaredefinierte Instrumente

Im Kern ist Red Pitaya ein Zynq-basiertes System, das einen ARM-Prozessor mit FPGA-Logik kombiniert. Diese Kombination macht es interessant. Sie sind nicht darauf beschränkt, vordefinierte Instrumente zu verwenden; Sie können Ihre eigenen bauen. Das Buch geht darauf ein, indem es die Plattform als etwas behandelt, das es zu erkunden gilt, anstatt als etwas, das man bedienen muss.
 
Red Pitaya STEMlab 125-14 PRO Gen 2 Starter Kit (inkl. Buch)

Red Pitaya STEMlab Gen 2 Starter Kit für sofortigen Einsatz

Wenn Sie nicht von einer nackten Platine aus starten möchten, gibt es auch ein Bundle mit dem STEMlab 125-14 PRO Gen 2 und notwendigem Zubehör. Mit 14-Bit-Wandlern bei 125 MS/s deckt es einen großen Teil dessen ab, was Sie normalerweise auf der Werkbank benötigen würden – aber mit der zusätzlichen Option, es bei Bedarf neu zu konfigurieren.

Kompatibel mit früheren Red Pitaya-Plattformen

Bestehende Red Pitaya-Nutzer bleiben nicht außen vor. Die Konzepte lassen sich gut übertragen, und das neue Material kann als Fortsetzung früherer Arbeiten, einschließlich des Buchs "Red Pitaya for Test and Measurement", angesehen werden. Die Hardware mag sich verbessert haben, aber die Idee bleibt dieselbe.

Letztlich geht es weniger darum zu lernen, wie man ein Instrument benutzt, sondern mehr darum zu verstehen, wie ein solches Instrument gebaut und modifiziert werden kann.