Neuer Dremel 3D-Drucker (3D40) im Test

30. August 2016, 10:13 Uhr
Dremel 3D-Printer 3D40
Dremel 3D-Printer 3D40
Der neue 3D-Drucker von Dremel druckt noch besser als sein Vorgänger. Unser Unboxing und die Inbetriebnahme haben wir gefilmt, um einen ehrlichen Eindruck des neuen 3D-Druckers zu vermitteln.
Nach dem Auspacken muss nur das mitgelieferte Druckmaterial installiert und die Druckplattform vorbereitet werden. Dann kann direkt ein Beispiel gedruckt werden und da die gesamte Bedienung über ein sehr gutes Touchscreen-Display erfolgt, macht der Einstieg sehr viel Spaß und ist kinderleicht. Das war auch schon beim Vorgänger so, aber einige Details wurden stark verbessert.
 

Es werden die gleichen Spulen verwendet, die auch schon bei Dremels erstem 3D-Drucker zum Einsatz kamen. Das Gerät verarbeitet PLA mit 1,75 mm Durchmesser.
Der Druckkopf wurde komplett neu entwickelt und wirkt nun wesentlich größer und robuster. Die Filamentzufuhr ist etwas eleganter gelöst, so dass der Idea Builder 3D40 einen ausgereiften Gesamteindruck macht und für professionelle Anwendungen genauso empfohlen werden kann wie für den Heimeinsatz.
 
Die größte Verbesserung ist die halbautomatische Nivellierung der Druckplattform. Der 3D40 hat dafür einen Sensor, der an drei Punkten den Abstand zwischen Druckkopf und Bauplattform bestimmt. Wenn der Abstand zu groß oder zu gering ist, zeigt das Display durch eine intuitive Grafik, wie die jeweilige Justageschraube gedreht werden muss, um den Fehlstand auszugleichen. Das geht sehr leicht und ist wesentlich komfortabler als beim Vorgänger.
 
Aber auch die Druckplattform selbst wurde verbessert. Sie besteht nun aus Glas, das sich nicht verzieht und nicht so flexibel ist wie die Acrylplatte des 3D20. Die neue Druckplattform wird mit einer speziellen, langlebigen Folie beklebt, auf der die Objekte ausgezeichnet halten. Bei Bedarf kann auch Blue-Tape verwendet werden, das als Zuschnitt in der Größe der Druckplatte im Lieferumfang enthalten ist. Zu bemerken ist, dass die Druckplattform nicht beheizt ist. Für das verwendete Druckmaterial ist dies aber auch nicht nötig.

 
Um eigene 3D-Modelle für den Druck vorzubereiten, wird die Software Print Studio von Autodesk auf einem USB-Stick mitgeliefert. Beliebige Modelle im STL-Dateiformat können damit verarbeitet werden und direkt per WLAN oder Ethernet an den 3D40 gesendet werden. Alternativ kann das 3D-Modell auch auf einem USB-Stick gespeichert werden, den man an der Gerätefront einsteckt. SD-Karten können nicht mehr verwendet werden, aber der Schritt hin zu USB macht sehr viel Sinn, da nicht alle Computer über SD-Karten-Slots verfügen.
Es gibt eine App für iOS und Android, mit der der 3D-Drucker über das Smartphone gesteuert werden kann. Leider ist die App noch nicht in den deutschen App-Stores verfügbar, sondern nur in den USA. Es dauert aber sicher nicht lange, bis eine passende Version für die europäischen Geräte verfügbar ist.

Insgesamt ist der Dremel 3D40 der beste 3D-Drucker, den wir jemals testen durften. Die Bedienung ist vorbildlich, das halbautomatische Leveling ist komfortabel gelöst und die Druckqualität ist exzellent. Dremel hat die Stärken des sehr guten 3D20 weiter ausgebaut und sich auf eine Aufgabe konzentriert: benutzerfreundliches, zuverlässiges 3D-Drucken mit PLA.

Der Idea Builder 3D40 ist ab sofort im Elektor-Shop erhältlich.
Die wichtigsten Fakten:
  • Bauraum: 255 x 155 x 170 mm
  • Min. Schichthöhe: 0,1 mm
  • 1,75 mm PLA-Filament
  • 3,5 Zoll IPS-Farb-Touchscreen
  • Halbautomatische Nivellierung
  • Verbesserter Druckkopf mit Filament-Ende-Erkennung
  • USB, Ethernet, WLAN
  • 4 GB interner Speicher
  • Software: Autodesk Print Studio (Windows/Mac)
  • Gerätegröße: 514 x 406 x 403 mm
  • Gewicht: 16 kg
     
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