Mal kurz gegrübelt

26. April 2016, 19:05 Uhr
Mal kurz gegrübelt
Mal kurz gegrübelt
Der Bericht meines Kollegen Clemens Valens zur Frage, ob das Ohmsche Gesetz wirklich von Ohm entdeckt wurde, hat mich zu weiteren Gedanken rund um die Gesetze der Physik inspiriert. Beim Übersetzen des betreffenden Beitrags aus dem Englischen habe ich darüber nachgedacht, ob und wie sich die grundlegenden physikalischen Gesetze auf die Art und Weise, wie wir unsere Welt erleben und verstehen, auswirken. Wäre es nicht lustig, das Ohmsche Gesetz zum Beispiel auch auf Politik und Bildung anzuwenden? Sind beides doch Bereiche, in denen es um Spannungen und um den Widerstand gegenüber neuen Ideen geht.

Dieses Spielen mit unerwarteten Analogien offenbart nicht selten lehrreiche und oft auch amüsante Parallelen. Nehmen wir als weiteres Beispiel das legendäre Abtast-Theorem von Nyquist und Shannon: Die höchste in einem Signal abgetastete Frequenz kann nicht höher sein als die halbe Abtastfrequenz. Überträgt man dieses Gesetz in unseren Alltag, so könnte man getrost sagen: Um über eine Angelegenheit zu reden, muss man mindestens doppelt so viel darüber wissen, wie man sagt. Schon Claude Shannon erkannte in der Verringerung der Komplexität eines der allgemein bekannten Hauptprobleme des Informationszeitalters.
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