Kondensatoren selbst drucken

14. November 2017, 15:01 Uhr
Gedruckte Kondensatoren. Bild: University of Nottingham
Gedruckte Kondensatoren. Bild: University of Nottingham
Forscher der University of Nottingham haben ein schnelles Verfahren entwickelt, um komplexe 3D-Strukturen zu drucken, die leitfähige und dielektrische Polymere kombinieren. Die neue Technologie ermöglicht die Herstellung von voll funktionsfähigen elektronischen Bauteilen. Basierend auf der Tintenstrahltechnologie können kundenspezifische elektronischen Schaltungen in einem einzigen Prozess gedruckt werden.


single process 3D printing

Das neue Verfahren verwendet eine leitfähige Tinte mit Silbernanopartikeln, die in der Lage sind, UV-Licht in Wärme umzuwandeln. Dies ermöglicht es der Tinte, schnell zu trocknen und die Silbernanopartikel miteinander zu verschmelzen, ohne die umgebenden Materialien zu schädigen.
 
Normalerweise sind verschiedene Methoden erforderlich, um unterschiedliche Materialien zu verfestigen, aber die Forscher entwickelten eine isolierende Tinte, die sich ebenfalls unter UV-Licht verfestigt. Auf diese Weise wird nur ein Prozess benötigt, um 3D-Strukturen mit gemischtem Material zu konstruieren.

Elektronische Bauteile drucken

Da diese Technik es erlaubt, Strukturen aus leitfähigen und dielektrischen Materialien aufzubauen, kann man damit zum Beispiel auch Kondensatoren drucken. Man kann damit sogar Kondensatoren mit genau festgelegten Werten herstellen, die man für eine spezielle Schaltung benötigt.

Die Technik wird noch weitere Forschung und Verfeinerungen benötigen, bevor sie allgemein verfügbar und praktisch anwendbar sein wird. Werfen Sie also Ihren Vorrat an 100-nF-Kondensatoren nicht gleich weg...
 
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