Kollaborative Roboter: eine helfende Hand für die Industrie

31. Januar 2019, 10:45 Uhr
Bild: Distrelec
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Der Begriff „Roboter“ wurde vor fast 100 Jahren von Karel Čapek in seinem Science-Fiction-Spiel R.U.R (Rosum's Universal Robots) geprägt. Sein Terminus basierte auf dem tschechischen Wort für Zwangsarbeit. Das Konzept hat sich inzwischen weiterentwickelt und erheblich abgeschwächt: Viele Roboter der aktuellen Generation sind kollaborative Roboter oder Cobots.

Lange wurde befürchtet, dass Roboter die Vorboten eines weiteren negativen Umbruchs durch die Anwendung von Technologie sein würden – sei es im Industriesektor oder sogar im häuslichen Bereich. Roboter werden häufig als Triebkräfte eines Wandels betrachtet, im Zuge dessen Menschen aus ihren Rollen verdrängt oder Haushaltshilfen komplett überflüssig werden. Neue Technologien gehen in ihrer Startphase oftmals mit Ängsten einher. Denn die Angst vor dem Unbekannten ist ein ganz normales – und durchaus verständliches – Verhalten des Menschen.

Eine rationale – und realistische – Sichtweise von Robotern ist, sie als Helfer und nicht als Ersatz für uns zu betrachten. Auch wenn es große Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz gibt, liegt noch ein langer Weg vor uns, bevor Roboter komplett autonom sein werden, rational denken und eine Aufgabe einleiten und ausführen können und dabei alle kleinen Veränderungen berücksichtigen, die bei der Aufgabenausführung auftreten können. Es ist immer eine Form von Programmierung erforderlich; Roboter sind nicht in der Lage, selbst zu erkennen, was oder wie sie etwas ausführen sollen.

Roboter wurden ursprünglich für Fertigungsumgebungen eingeführt, um die Automation zu beschleunigen und die Produktivität zu steigern. Sie wurden entwickelt, um langweilige, sich wiederholende Aufgaben zu erledigen, sodass Menschen ihre Intuition und/oder ihre Intelligenz für andere Aufgaben nutzen können. Roboter können auch schwere Hebevorgänge durchführen, die die Belastbarkeit des Menschen überschreiten und schwere Körperschäden oder Verletzungen verursachen können. Einer der größten Nachteile beim Ersetzen von Menschen durch Roboter ist der Verlust von Wissen und Fertigkeiten, die diese Menschen möglicherweise über viele Jahre hinweg erworben haben.

Die ersten Roboter wurden aus Sicherheitsgründen für den Einsatz in abgeschlossenen Arealen konzipiert.. Sie waren so programmiert, dass sie sofort aufhörten zu arbeiten, sobald jemand in den für die Maschine vorgesehenen Aktionsradius eindrang. Es wurden physische Barrieren und Verriegelungssysteme eingesetzt, um zu gewährleisten, dass Menschen und Roboter in ihren getrennten Bereichen bleiben. Wenn ein Mensch in den Arbeitsbereich des Roboters eindringt, bricht der Roboter die Arbeit sofort ab – oder verlangsamt seine Arbeit zumindest drastisch, um die Gefährdung von Menschen zu vermeiden. Diese Roboter sind in der Regel statisch: Ein Roboterarm ist auf einer festen Basis montiert.
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