Killswitch

23. Dezember 2013, 00:00 Uhr
Killswitch
Killswitch

Laut US-Offiziellen gibt es Pläne, ein Gesetz auf den Weg zu bringen, das einen sogenannten „kill switch“ bei mobilen Geräten vorschreibt, mit dem z. B. gestohlene Smartphones irreparabel deaktiviert werden können.

 

Der kalifornische Senator Mark Leno und der District-Anwalt von San Francisco George Gascon gaben bekannt, dass ein entsprechender Entwurf für ein solches neuartiges Gesetz für die USA schon im Januar eingebracht werden könnte. Aus der US-Justiz waren in der Vergangenheit schon gelegentlich Forderungen zu vernehmen, dass die Hersteller von Smartphones etc. solche Teledestruktionseinrichtungen in ihre Produkte implementieren sollen, um dem immer weiter um sich greifenden Diebstahl von Smartphones einzudämmen.

In der amerikanischen Straßenkriminalität spielen Smartphones eine prominente Rolle: Bei einem von drei Diebstählen wird ein Smartphone entwendet. Dies allein schädigt die Opfer insgesamt um etwa 30 Millionen Dollar. In San Francisco gehen bei 50% aller Diebstähle Smartphones abhanden.

 
Samsung hat so einen „kill switch“ schon Anfang des Jahres vorgeschlagen, stieß bei den amerikanischen Providern nicht auf viel Gegenliebe: Die CTIA (The Wireless Association, ein Zusammenschluß von Mobilfunk-Providern) meint, dass ein echter „kill switch“ ernsthafte Nebenwirkungen haben würde. Dabei geht es vor allen Dingen um den unerwünschten Missbrauch durch Hacker, die so möglicherweise nicht nur einzelne Handys von normalen Konsumenten, sondern auch Smartphones in sicherheitsrelevanten Bereichen wie im Verteidigungsministerium, der „Homeland Security“ und der normalen Exekutive abschalten und zerstören könnten.
Dass dadurch auch staatlichen Organisationen ein Mittel in die Hand gegeben würde, das zum Missbrauch einlädt, wurde dabei noch nicht einmal als realistische Gefahr bedacht.

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