Hybridautos ohne seltene Erden

20. Juli 2016, 08:09 Uhr
Hybridautos ohne seltene Erden
Hybridautos ohne seltene Erden
Bei der Herstellung von hybriden und elektrischen Autos und vor allem deren Motoren wird bislang eine große Menge Metalle seltener Erden eingesetzt. Neodym ist als Magnetmaterial ziemlich wärmeempfindlich, und um dies zu verbessern, werden bislang Dysprosium und/oder Terbium hinzugefügt. Während Neodym auch in den USA und in Australien gefördert wird (also ein Metall einer gar nicht so seltenen Erde ist), sind die anderen beide Elemente tatsächlich sehr knapp und müssen aus China importiert werden.

Um diesen Versorgungsengpass zu umgehen, hat Daido Electronics Neodymmagneten entwickelt, dessen Kristalle auf Nanometerebene durch einen Hot-deformation-Prozess ausgerichtet sind. Gegenüber dem bisher üblichen Sinterprozess sind die Kristallstrukturen ungefähr 10-fach kleiner, was zu einer großen Wärmebeständigkeit des Magneten führt. Honda hat mit dem neuen Magnetmaterial einen Motor entwickelt, dessen Magnet (Rotor) einen optimalen magnetischen Fluss besitzt.

Im August 2016 will Daido Electronics mit der Massenproduktion des neuen Magneten beginnen. Der für den Herbst angekündigte Honda Freed soll das erste Fahrzeug einer Serienproduktion sein, das mit dem neuen Magneten/Motor ausgerüstet ist.

Mehr Info: http://world.honda.com/news/2016/4160712eng.html
 
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