Funk-Tonübertragung für Gitarren

10. Dezember 2013, 14:36 Uhr
Funk-Tonübertragung für Gitarren
Funk-Tonübertragung für Gitarren

Mit einer Latenz von nur 2,3 ms hat „stageClix“, der Funkstecker für Gitarren von Systec Designs, die wohl niedrigste Latenz aller Tonübertragungslösungen per Funk. Laut Hersteller ist die Funklösung in etlichen Aspekten sogar besser als ein normales Kabel, mit dem Musikinstrumente an Verstärker angeschlossen werden.
Der Funk-Stick ist für ambitionierte Amateure und professionelle Musiker gedacht. Er besteckt aus einem kleinen Gehäuse mit ausklappbaren 6,3-mm-Klinkenstecker, der direkt in die Tonabnehmerbuchse einer Gitarre gesteckt werden kann. Das kleine Gehäuse schmiegt sich dabei an den Korpus an und vermeidet so jede Beeinträchtigung beim Spiel.

 

Der sendende Stick kommuniziert mit einem Empfängermodul, das für den Anschluss an praktisch jeden Gitarrenverstärker geeignet ist. Mit diesem Modul kann man außerdem den Stick aufladen, wenn er nicht benutzt wird. Beide Teile verwenden Low-Power-Funktechnik von Nordic Semiconductor, wodurch der Sender bis zu 15 h non stop mit zwei kleinen AAA-Akkus betrieben werden kann.
Es gibt auch noch ein „stageClix Pack“, das einen Mikrofoneingang für akustische Instrumente wie Trompeten, Saxophone oder akustische Gitarren bietet. Es unterstützt auch den Anschluss über ein kurzes Kabel, wie es für Bass-Gitarren mit schlecht abgeschirmter Elektronik erforderlich sein kann, damit der Sender keine so hohe Feldstärke produziert, wie wenn er direkt an der Gitarre eingesteckt sein würde.
 
Für das verwendete Anti-Interferenz-Protokoll wurde Patentschutz beantragt. Das Audiosignal wird über drei im Frequenzsprungverfahren betriebene Kanäle gestreamt. Auf diese Weise können Paketverluste von zwei der drei Kanäle rechnerisch rekonstruiert werden. Ein zweiter Algorithmus sorgt für intelligente Interpolation, falls die erste Methode versagen sollte. Laut Systec werden auf diese Weise Fadeouts, Dropouts und Pop-Geräusche vermieden, mit denen sonstige Funklösungen typischerweise behaftet sind.
                                       

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