Flüssiges Metall

10. Dezember 2013, 14:36 Uhr
Flüssiges Metall
Flüssiges Metall

Wenn eine Firma wie Apple sich exklusive Lizenzen an einem technischen Produkt sichert, ist es berechtigt, diese Sache aufmerksam zu verfolgen. Schließlich hatte Apple schon oft den richtigen Riecher für revolutionäre technische Neuerungen mit Potential. Das gilt sicher auch in diesem Fall, bei dem es sich um einen neuartigen Werkstoff handelt, der laut Hersteller stabiler als Stahl sein soll und der dennoch mit klassischen Gießverfahren einfach zu beliebigen Formen verarbeitbar ist.

 

Schon Mitte 2010 hatte sich Apple eine exklusive Lizenz für die kommerzielle Verwendung dieser Speziallegierung der Firma Liquidmetal gesichert. Die zentrale Eigenschaft, sich in eine passende Form gießen zu lassen,  dürfte Apples Interesse begründen, da sich die außergewöhnliche Legierung sehr gut für eine kostengünstigere Produktion nahtloser Computer- und Handheld-Gehäuse eignen könnte. Bisher muss Apple hier teilweise aufwändig die Gehäuse aus kompletten Aluminiumblöcken fräsen, was sich negativ auf die Ökobilanz der Produktion auswirkt und sehr teuer ist. Abgesehen von Gehäusen könnte die Legierung aber auch bei vielen anderen Komponenten mit ungewöhnlicher Form zum Einsatz kommen, beispielsweise bei Notebook-Gelenken, Kühlkörpern oder Eingabegeräten. Ein erstes Produkt aus solchem Material wurde alsbald den iPhones ab der Version 4 beigelegt: Die Klammer zur Öffnung des SIM-Karten-Slots. Wenn Sie ein iPhone haben, dann haben Sie auch ein solches kleines Wunderwerk der Technik zuhause.

 

Interessanterweise hat nun Liquidmetal bekannt gegeben, die ersten kommerziellen Komponenten an ungenannte Hersteller auszuliefern. Allererste Komponenten seien sogar schon vergangenen Dezember ausgeliefert worden. Angesicht der Lizenz ist es naheliegend, dass Liquidmetal mit einem der ungenannten Hersteller Apple meinen könnte.

 

Bild: Liquidmetal


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