Die Kamera, die um die Ecke schaut
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Die hohe Empfindlichkeit der Kamera wird durch eine spezielle Diode erreicht, die bereits auf ein einzelnes Photon mit einem lawinenartigen Durchbruch der Sperrschicht reagiert. Der Laser sendet, als punktförmige Lichtquelle, 67 Millionen Mal pro Sekunde ein Photon aus. Dieses Licht wird in die gleiche Richtung, in die die Kamera blickt, auf eine Oberfläche hinter oder über dem verdeckten Objekt ausgestrahlt, die im Gegensatz zu dem verdeckten Objekt jedoch für die Kamera (und den Beobachter) noch sichtbar ist. Von dort breiten sich die reflektierten Photonen in alle Richtungen aus. Durch die Analyse der Laufzeit der zurückkommenden Photonen, die teilweise auch vom verdeckten Objekt reflektiert wurden, lässt sich die Kontur der zuvor nicht sichtbaren Körper bis auf eine Genauigkeit von einem bis zwei Zentimetern rekonstruieren. Aktuell liegt die Zeit für eine Analyse der Daten bei etwa einer Sekunde, so dass die Kamera sogar eine Spur von bewegten Objekten zeichnen kann.
Es erscheint nahe liegend, dass sich die ersten Anwendungen dieses Verfahrens auf den militärischen Bereich erstrecken werden. Das neue Prinzip kann aber auch zur Verhinderung von Kollisionen mit Autos und vor allem Fußgängern eingesetzt werden. Kinder würden bereits gesehen, bevor sie, hinter einem geparkten LKW auftauchend, plötzlich auf der Fahrbahn erscheinen. Es bedarf jedoch noch einer längeren Entwicklungszeit, bis dieses Laborverfahren für praktische Anwendungen einsetzbar sein wird.

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