"[…] die globale Erwärmung wurde von und für die Chinesen gemacht […]"

25. November 2016, 07:00 Uhr
Trump war das meistgehörte Wort auf der 22. UN-Klima-Konferenz in Marrakesch, die ein Jahr nach der historischen Klima-Vereinbarung auf der 21. Konferenz in Paris stattfand.

Donald Trump deutete an, dass er die Zustimmung der Vereinigten Staaten zurücknehmen will, was ein gewaltiger Rückschritt für die Ziele ist, die Klimaerwärmung unter dem Wert von 2°C zu halten. Doch die Stimmung in Marrakesch ging eher Richtung Trotz als Verzweiflung.
Beinahe 200 anwesende Nationen stimmte der Action Proclamation zu, dass es eine „wichtige Pflicht“ sei, eine Antwort auf den Klimawandel zu finden und dieses als das höchste politische Ziel zu sehen.

Technologie ist die treibende Kraft hinter neuer Energie
Wer nicht recht an politische Versprechen glauben mag: Die Proklamation betont, dass das Handeln in Bezug auf das Klima nun nicht mehr nur von politischen Kräften gefördert oder gebremst werden würde. Stattdessen seinen nicht nur Regierungen, sondern auch die Wissenschaft, die Wirtschaft bei globalen Aktionen wirksam.

Klar ausgedrückt: Technik ist jetzt die entscheidende Kraft hinter den Veränderungen beim Thema Energie. Erneuerbare Energie-Techniken werden immer besser und die Kosten sinken schnell. Der Ökonom Jeffrey Sachs meinte in Marrakesch: „Wir sind schon fast an dem Punkt einer Wirtschaft mit niedrigem Kohleverbrauch.“

Ethan Zindler, ein Analyst der Bloomberg New Energy Finance, übersetzte das in eine Sprache, die Donald Trump wohl besser versteht: „Saubere Energie ist ein 300-Milliarden-Doller-Markt und für die globale Industrie wohl eine der größten wirtschaftlichen Chancen des 21. Jahrhunderts. Und wenn die USA aus Paris aussteigt, werden China oder andere Länder diese Lücke besetzen und über diese Gelegenheit glücklich sein.“

Vereinigung von Politik, Technik und Wirtschaft
Die Vereinigung von Politik, Technik und Wirtschaft zur Bekämpfung des drohenden Klimawandels ist eine neue und hoffnungsvolle Entwicklung. Aus diesem Grund wird das Elektor Energy Team seine Kräfte mit der Schwesterzeitschrift European Energy Review zusammenlegen. Für über eine Dekade hat die EER über die Veränderungen im Bereich Energie berichtet, und den Übergang von fossiler zu erneuerbarer Energie beschrieben. Die Elektor-Zeitschrift hat schon immer ein starkes Gewicht auf die neuesten Technologien im Bereich erneuerbare Energie gelegt. Unter dem Banner Elektor Energy werden wir daher immer wieder über die unaufhaltsame Entwicklung hin zu geringerem Kohlenstoff-Einsatz berichten.
 
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