Das Fraunhofer IAO erforscht die Industrie 4.0 mittels einer Modellfabrik

11. Juni 2018, 16:16 Uhr
Modellfabrik des Fraunhofer IAO.
Bild: Bernd Müller / Fraunhofer IAO
Modellfabrik des Fraunhofer IAO.
Bild: Bernd Müller / Fraunhofer IAO
Unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ wird die sich in der Zukunft deutlich verändernde Produktion hin zu einer intelligenten Vernetzung von Maschinen, Anlagen, Produkten, Lager und Werkzeugen verstanden, die alle miteinander kommunizieren. Die Kommunikation mit den Mitarbeitern erfolgt dabei über mobile Endgeräte. Das Fraunhofer IAO arbeitet an der wissenschaftlichen Erforschung und praktischen Gestaltung dieser Entwicklung und beschäftigt sich dabei vorwiegend mit der Rolle des Menschen in der Industrie 4.0.

Mit dem Innovationsnetzwerk „Produktionsarbeit 4.0“ hat das Institut eine Plattform für den praxisnahen Austausch zwischen Industrieunternehmen, Technologieausrüstern und Verbänden geschaffen. Die Modellfabrik des Fraunhofer IAO wurde als einer der 100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg ausgewählt. Hier setzt das Fraunhofer IAO Anwendungen für die Industrie 4.0 prototypisch um und testet sie auf ihre Praxistauglichkeit.

Die Forschungsschwerpunkte im Überblick:
  • Auswirkungen, Herausforderungen und Chancen von Industrie 4.0 für Unternehmen und ihre Belegschaft
  • Geschäftsmodelle und maßgeschneiderte Industrie 4.0-Lösungen für die Produktion von der Idee bis zur Einführung
  • Innovationsnetzwerke wie z. B. Produktionsarbeit 4.0 und HMI 4.0
  • Weiterbildungskonzepte und Kompetenzanforderungen an die Beschäftigten
  • Neue Technologien und Konzepte für die Mensch-Technik-Interaktion in der vernetzten Produktion
  • Design und Entwicklung von Human-Machine Interfaces (HMI)

In der Modellfabrik am Fraunhofer IAO ist eine Vielzahl von Montagesystemen für Produkte in kleinen und mittleren Stückszahlen erlebbar und kann getestet werden. Neben dem häufig eingesetzten One-piece-flow-System (U-Linie) zeigt die Modellfabrik auch Lösungen für die manuelle Montage in Sternform oder dem bisher noch selten genutzten One-set-flow-System. Wie und für welche Bereiche die einzelnen Systeme wirtschaftlich eingesetzt werden können, kann so anhand konkreter Produktbeispiele realitätsnah gezeigt werden.

Weitere Informationen: www.produktionsarbeit.de
 
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