Aluminiumhydrid ermöglicht leichte Brennstoffzellen

10. Dezember 2013, 14:36 Uhr
Aluminiumhydrid ermöglicht leichte Brennstoffzellen
Aluminiumhydrid ermöglicht leichte Brennstoffzellen

Neueste Forschung ebnet den Weg zu leistungsfähigeren portablen Energiesystemen auf der Basis von leichten Brennstoffzellen. Die Hersteller von portablen Energielösungen arbeiten an Systemen, die mit Energiedichten von bis zu 1 kWh/kg aufwarten können, womit herkömmliche Lithium-Akkus um den Faktor 2 bis 3 übertroffen werden können.

 

Wasserstoff weist mit 33 kWh/kg die höchste spezifische Energiedichte von allen für Energietechnik genutzten Flüssigkeiten auf. Die eigentliche Herausforderung besteht daher darin, ein leistungsfähiges und doch leichtes Speichermaterial für Wasserstoff zu entwickeln. Forscher des US-DOE (Department of Energy) am SRNL (Savannah River National Laboratory) beschäftigen sich schon seit Jahren mit den Speicherfähigkeiten von Aluminiumhydrid (AlH3), das auch unter der Bezeichnung Alan bekannt ist. AlH3-basierte portable Brennstoffzellen kommen den Erfordernissen für militärische und kommerzielle portable Anwendungen in besonderer Weise entgegen.

 

Am SRNL konnte nun ein portables Energiesystem auf Basis von AlH3 praktisch demonstriert werden, das mit einer besonders hohen Energiedichte aufwarten kann. Mit Alan gefüllten Speichern konnte der gespeicherte Wasserstoff in ausreichender Geschwindigkeit abgegeben werden, um damit kleine kommerzielle Brennstoffzellen zu betreiben. Im Labor konnte außerdem ein preiswertes Verfahren zur Herstellung von AlH3 entwickelt und dessen Wasserstoffabgabe gesteigert werden. Der Prototyp des Wasserstoffspeichers konnte somit eine 150-W-Brennstoffzelle mit Wasserstoff versorgen.

 

Bild: SRNL, Dr. Kit Heun demonstriert die von einem Alanspeicher versorgte Brennstoffzelle.

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