7½ Stellen – wer bietet mehr?

27. Januar 2015, 21:00 Uhr
7½ Stellen – wer bietet mehr?
7½ Stellen – wer bietet mehr?

Es gibt Oszilloskope mit eingebautem Funktionsgenerator, Digitalvoltmeter und sogar Spectrum-Analizer. Der Messgeräte-Hersteller Keithley aber dreht die Sache um und bietet nun ein Spezial-DVM an, das er als „Graphical Sampling Multimeter“ bezeichnet. Es hat eine eingebaute Funktion zur Aufzeichnung – und Dank seines HiRes-Displays auch zur Darstellung von Kurvenformen. Das Modell DMM7510 verfügt über ein großes 5-Zoll-Display, das auch noch als Touchscreen funktioniert. Selbst als reines DVM ist es Spitze, denn es wartet mit einer Auflösung von unglaublichen 7½ Stellen auf. Die Oszilloskop-Funktion hat zwar „nur“ eine Abtastrate von 1 MS/s, verfügt aber über eine ungewöhnlich hochauflösende Digitalisierung mit 18 bit.

Laut Datenblatt bietet das DMM7510 einen rauscharmen Eingang mit einem 32-bit-A/D-Konverter, der dem Messgerät zu einer Genauigkeit verhilft, die man sonst nur in der wissenschaftlichen Meteorologie kennt. Auch die Empfindlichkeit bzw. die kleinen Messbereiche sind herausragend, denn sowohl bei 100 mV, 10 Ω und 10 µA bietet es die volle Auflösung.
Das Messgerät kann selbstverständlich auch Kapazitäten, Wechselspannungen und Wechselströme sowie Temperatur (RTD, Thermistor und Thermoelement) messen. Darüber hinaus ermöglicht es nicht nur die klassische Zweidraht-Widerstandsmessung, sondern kann Widerstände auch in Vierdraht-Technik erfassen. Verfügbar sind auch Messverfahren für Periodendauer, Frequenz sowie ein Diodentest und die Erfassung von Spannungsverhältnissen. Neben der Touch-Oberfläche sind Features wie etwa ein USB-2.0-Port zur Übertragung von Daten und Screenshots vorhanden. Auf der Frontplatte befinden sich ein Hilfe-Knopf und ein Wahlschalter für die vorderen oder hinteren Eingänge. Das Display ist selbstverständlich beleuchtet. Keithley liefert auch sein „Test Script Processor System“ mit. Damit kann man Test-Skripte direkt auf dem Messgerät laufen lassen und benötigt hierfür keinen extra PC. Ganz billig ist dieses DVM der Luxusklasse mit seinem Preis von 4.000 Dollar verständlicherweise nicht.

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