3D-Druck: Fest und flüssig in einem Arbeitsgang

19. April 2016, 18:48 Uhr
Gäbe es nicht das berühmte MIT, dann hätten wir wahrscheinlich niemals über diesen kleinen, sechsfüßigen und harmlos aussehenden Roboter berichtet. Auf Grund der Tatsache, dass er hydraulisch betrieben wird, dient er jetzt jedoch als Versuchsobjekt zur Demonstration eines neuen 3D-Druckverfahrens: In einem einzigen Druckvorgang soll ohne weitere Hilfsmittel ein Objekt hergestellt werden, das flüssige und feste Bestandteile enthält.

Diese avantgardistische Drucktechnik wurde übrigens vom CSAIL-Labor (Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory), das zum MIT gehört, erdacht. Mit ihr lassen sich zum Beispiel hydraulisch arbeitende Geräte realisieren, in denen sich Flüssigkeiten in Zylindern mit Kolben befinden. Die acht Präzisions-Druckdüsen erlauben tatsächlich die Erzeugung komplexer, mit Flüssigkeit gefüllter Hohlräume. Um den Roboter in Gang zu setzen, muss anscheinend nur noch eine Batterie eingesetzt werden: Die zwölf hydraulischen Pumpen beginnen mit ihrer Arbeit und unser Hexapode marschiert los.

Der Druck dieses experimentellen Roboters dauert momentan noch 22 Stunden, was angesichts der Komplexität des Objektes noch nicht einmal sehr lang ist. Die Zeitspanne dürfte sich allerdings in Zukunft noch weiter verkürzen. Das Video zeigt übrigens auch, wie sich flexible Elemente drucken lassen. Wir haben in dieser Rubrik schon oft die Vorteile des 3D-Druckverfahrens hervorgehoben, aber die hier gezeigte Methode bewegt sich wirklich außerhalb ausgetretener Pfade.
 
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