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Analoge Multimeter

Retronik

Analoge Multimeter
Das Gute an älteren analogen Multimetern ist, dass man denkt bevor man misst. Typische im Hinterkopf prozessierte Fragen sind: Welche Werte erwarte ich eigentlich? Welchen Messbereich sollte ich am besten einstellen? Könnte dabei mein Messgerät beschädigt werden? Stimmt die Polarität? Und ganz wichtig: Sind die Messleitungen in die richtigen Buchsen gesteckt?
Die im Digitalzeitalter aufgewachsene Jugend kann angesichts solcher Anachronismen nur den Kopf schütteln, wird doch mit einem Multidigit-Multirange-DMM einfach mal irgendwo an irgendeiner Schaltung gemessen. Wenn etwas nicht stimmen sollte, dann wird das DMM sich bestimmt über Bluetooth mit dem PC verbinden, welcher mit einer Hypertext-Hilfefunktion dann per Internet eine MMS mit Foto, Fehlermeldung und Tipps zur Fehlerbeseitigung ans Handy schickt – oder etwa nicht?
Sicher hat der Fortschritt Vorteile wie viel höhere Genauigkeit, Robustheit und günstige Preise gebracht. Doch er fördert auch die Bequemlichkeit. So mancher Ingenieur (obwohl ihm bekanntlich nichts zu „schwör“) wird zum laxen Umgang mit Messungen und Messgerät verführt. Taschenrechner haben ja auch nicht unbedingt das Kopfrechnen gefördert...
Nun denn, das Alter der beiden in diesem Beitrag vorgestellten analogen Multimeter liegt schätzungsweise 10 bis 15 Jahre auseinander.
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