Der Waveform Visualizer ist eine kleine, wandmontierte Anzeige, die „Raumklang“ sichtbar macht: Tippen, Lüfter, Musik, sogar ein 3D-Drucker – alles wird zu einer sich bewegenden Wellenform, die Sie wie ein Ambient-Instrumentenfeld im Blick behalten können. Das Ergebnis sieht eher wie ein Stück minimalistischer Wandkunst als wie ein typisches Maker-Projekt aus.

Waveform Visualizer

Das WaveFORM-Gerät hört auf die Geräusche im Raum und stellt diese als scrollende Liniendiagramme dar (Zeit auf der X-Achse, Amplitude auf der Y-Achse). Standardmäßig bleibt die Spur grün, kann aber in Rot übergehen, wenn die Amplitude einen Schwellenwert überschreitet – eine einfache Möglichkeit, plötzliche Lärmspitzen zu erkennen, ohne ständig auf ein Messgerät zu starren.

Testing the audio visualiser with a waveform. Source:
Test des Waveform-Visualizers mit einer Wellenform. Quelle: Arnov Sharma auf Instructables.

Hardware: Pico 2 + Mic-Amp + HUB75-Matrix

Im Kern arbeitet ein Raspberry Pi Pico 2 zusammen mit einem MAX9814-Mikrofonverstärkermodul und einem HUB75-RGB-LED-Matrixpanel. Der Pico 2 tastet kontinuierlich das Mikrofonsignal ab, erstellt einen Puffer mit Messwerten und zeichnet in Echtzeit eine geglättete Kurve über die Matrix.

Das Projekt nutzt maßgeschneiderte Leiterplatten, um alles ordentlich zu halten: Ein Board integriert Pico 2 und Mikrofon-Frontend, ein weiteres übernimmt Stromversorgung und Tasten (einschließlich eines IP5306-basierten Power-Managements). Alles passt in ein 3D-gedrucktes Gehäuse zur Wandmontage, wobei die Bedienelemente für eine saubere Installation auf einer Seite gruppiert sind.

Waveform visualiser with Conway’s Game of Life playing on it.
Auch Conway’s Game of Life kann darauf laufen! Quelle: Arnov Sharma auf Instructables.

Bauanmerkungen

Es ist nicht nur der Wellenform-Effekt – dieses Projekt legt Wert auf produktähnliche Details. Das Gehäuse ist um die realen Komponenten modelliert (Matrix, Tasten, Mikrofonmodul und Pico 2), und das interne Layout ist so geplant, dass das Display zentral sitzt, während Controller und Akku dahinter angeordnet sind. Das Endergebnis ist eine immer aktive Anzeige im Hintergrund, die auch aus der Entfernung ablesbar ist, ohne visuell zu stören.

Ideen für weitere Entwicklungen

Sobald Audioaufnahme und Darstellung funktionieren, gibt es viele Möglichkeiten für eine „Version 2“: auswählbare Anzeigemodi (Oszilloskop vs. Balken), Peak-Hold-Funktion, automatische Verstärkungs-/Schwellwertkalibrierung je Raum oder ein Uhr-/Status-Overlay, wenn es im Raum ruhig ist. Der ursprüngliche Entwickler hat zudem zukünftige Verbesserungen wie eine Uhrenfunktion und WLAN erwähnt.
 

Completed Waveform Visualiser product mounted on a wall.
Das fertige Produkt. Quelle: Arnov Sharma auf Instructables.

Links und weiterführende Lektüre


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