Review: Mooshimeter, ein kompaktes, drahtloses DMM

30. März 2016, 12:17 Uhr
Review: Mooshimeter – ein kompaktes, drahtloses DMM
Review: Mooshimeter – ein kompaktes, drahtloses DMM
Ein Multimeter ist für jeden Elektroniker ein unverzichtbares Messinstrument. Jeder hat eines oder auch gleich mehrere davon. Normalerweise handelt es sich um ein Stand-alone-Messgerät mit eingebautem Display. In den letzten Jahren sind Multimeter auf dem Markt aufgetaucht, die drahtlos in Verbindung mit zum Beispiel einem Smartphone funktionieren.

Das kann in vielen Messsituationen wirklich praktisch sein! Die meisten dieser Messinstrumente sind aber viel zu teuer oder stark in ihren Möglichkeiten eingeschränkt. Als ich im Internet auf das „drahtlose“ Mooshimeter stieß und die Spezifikationen studierte, schien mir dies ein bezahlbarer und vollwertiger Ersatz für ein Standard-Multimeter zu sein. Der Preis von rund 130 € ist nicht höher als das, was man auch für ein ordentliches normales Multimeter ausgeben müsste.

Eigenschaften
Das Mooshimeter steckt in einem ziemlich kleinen Polycarbonat-Gehäuse und ist über eine Bluetooth-4.0-Verbindung mit einem Android- oder iOS-Smartphone verbunden. Die auf dem Smartphone installierte App zeigt die gemessenen Werte und bietet verschiedene Einstellmöglichkeiten. Das kleine Gerät ist gegen zu hohe Ströme und Spannungen gesichert und erfüllt die Messkategorie CAT III. Das Multimeter ist geeignet für Spannungen bis 600 V und Ströme bis 10 A. Daneben lassen sich Widerstandsmessungen ausführen und es gibt eine Dioden-Testeinrichtung.

Das Besondere am Mooshimeter ist nicht nur die Bluetooth-Kommunikation, sondern auch die Messelektronik selbst. Sie besteht nämlich aus zwei 24-bit-A/D-Wandlern, die die gleichzeitige Messung von zwei Kanälen ermöglichen, also zum Beispiel Strom und Spannung. Das kann ein gewöhnliches DMM nicht!

Außerdem gibt es eine Datenlogger-Funktion, bei der die Messwerte beider Eingangskanäle über eine einstellbare Zeit auf einer microSD-Karte gespeichert werden. Neben den beiden Messwerten kann die App auch einen Trendverlauf wiedergeben und eine Art Oszillogramm der Messwerte im Speicher darstellen. Bisher alles schön und gut, was die wichtigsten versprochenen Eigenschaften angeht. Doch nun soll sich das Gerät auch in der Praxis bewähren!
 
weiter >> 1/3
Kommentare werden geladen...
Verwandte Artikel