Review: Wärmebildkameras Seek ShotPro und Seek Compact
über
Wahrscheinlich müssen wir Ihnen nicht mehr erzählen, wie eine Wärmebildkamera arbeitet. Im Gegensatz zu einer normalen Kamera ist sie für (vom Menschen) sichtbares Licht nicht empfindlich, sondern nur für Infrarotstrahlung. Und diese Strahlung ist ein Maß für die Temperatur des Messobjekts. Die verschiedenen Temperaturbereiche des Messobjekts werden in der Darstellung üblicherweise durch verschiedene Farben dargestellt.
Groß und klein
Wir haben hier zwei Produkte der Firma Seek in sehr unterschiedlichen Preissegmenten unter die Lupe genommen. Auf der einen Seite haben wir die semiprofessionelle Kamera Seek ShotPro mit einem Preis von 850 €, auf der anderen Seite die Seek Compact, ein Plug-in-Modul für Smartphones mit einem Preis von circa 300 €, das in einer Android- und einer iPhone-Version erhältlich ist. Beide Kameramodelle haben eines gemeinsam: Sie liefern sehr detaillierte Bilder, auf denen die Wärmeverteilung genau sichtbar ist. Zum Vergleich: Eine IR-Kamera in der 1000-€-Preisklasse besitzt gewöhnlicherweise einen Sensor mit einer Auflösung von maximal 160x120 Pixel, während die Seek ShotPro mit 320x240 Pixel glänzen kann. Und selbst die relativ billige Seek Compact verfügt bereits über einen Sensor mit 206x156 Pixel.Seek ShotPro
Wenn Sie das Bild auf dem Touchscreen berühren, erscheinen oben und unten Leisten für verschiedene Einstellungen. Die obere Leiste führt Sie zu den „bevorzugten“ Einstellungen, unter anderem die der Wahl der Temperatureinheit, der Uhrzeitdarstellung und des Emissionswertes. Die untere Leiste ermöglicht den Zugriff auf die Bildeinstellungen. Hier stehen verschiedene Farbmuster der Temperaturanzeige zur Verfügung, welche Spot-Temperaturen auf dem Bildschirm angezeigt werden und wie man auf die gespeicherten Screenshots zugreifen kann.
Ein sehr wichtiges Symbol auf den Leisten ist das „Auge“, mit man das Wärmebild auf das Bild der ebenfalls integrierten „normalen“ Kamera (mit frei wählbarem Überlagerungsgrad) überlagern kann. Das Ergebnis ist ein Mischbild, das viel klarer zeigt, was und wo Sie messen. IR- und sichtbares Bild lassen sich exakt gegeneinander verschieben, damit sie so genau wie möglich übereinander fallen. Dieses Feature lässt sich auch bei professionellen IR-Kameras finden.

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