Wasserstoff ist konkurrenzfähig

5. September 2018, 10:39 Uhr
Wasserstoff ist konkurrenzfähig
Wasserstoff ist konkurrenzfähig
Das Studententeam Forze der Technischen Universität Delft hat weltweit als erstes ein offizielles Autorennen mit einem Wasserstoff-Rennwagen bestritten. Am Samstag, dem 18. August 2018, belegte das Team bei der Supercar Challenge über 60 Minuten den sechsten Platz. Bei diesem Wettbewerb trat Forze mit dem selbst entwickelten Wasserstoff-Rennwagen gegen herkömmliche Benzin-Rennwagen an. Mit dem vierten Platz im Qualifying bewiesen die Studenten, dass das Auto mit der benzinbetriebenen Konkurrenz mithalten konnte.

Wettbewerbsfähiges Fahrzeug

Dank einer komplett neuen Karosserie und neuen, größeren Wasserstofftanks verlief das Rennen am Samstag noch besser, als die Studenten zu hoffen gewagt hatten. Die Studenten strebten eigentlich die Teilnahme am 45-Minuten-Rennen am Sonntag an und hatten daher nicht damit gerechnet, auch das "Langstreckenrennen" am Samstag zu bestreiten.
Ziel des Teams war es in diesem Jahr zu beweisen, dass ein ganzes Rennen ausschließlich mit Wasserstoff durchgeführt werden kann. Dies ist nicht nur geglückt, diese so gute Leistung gibt dem Team viel Zuversicht, im nächsten Jahr weitere Verbesserungen am Auto vorstellen zu können.

Wasserstoff

Ein Wasserstoffauto verwandelt Wasserstoff und Sauerstoff, der während der Fahrt einfach aus der Luft entnommen wird, in der Brennstoffzelle in Strom. Dieser Strom wird zum Antrieb von Elektromotoren verwendet. Die einzige Emission dieser Antriebsart ist Wasser. Wasserstoff wird durch Elektrolyse erzeugt, was aber viel Strom erfordert. Deshalb ist es wichtig, dass dieser Strom auf umweltfreundliche Weise erzeugt wird.

Forze Hydrogen Electric Racing

Das Forze Hydrogen Electric Racing Team besteht seit 2007 und hat seitdem acht Fahrzeuge gebaut. Die ersten fünf Autos waren kompakte Wasserstoff-Karts, die an einem Studentenwettbewerb teilnahmen. Inzwischen aber hat sich der Forze zu einem vollwertigen, konkurrenzfähigen Rennwagen entwickelt.
 
Video: ForzeDelft
Quelle: TU Delft
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