Tesla Modell 3: Konkurrenzlos?

11. April 2016, 11:11 Uhr
Tesla Modell 3: Konkurrenzlos?
Tesla Modell 3: Konkurrenzlos?
Gerade mal einige Tage ist es her, dass der bislang fast belächelte amerikanische Autohersteller Tesla sein „preiswertes“ Modell 3 als massentaugliches Elektroauto vorgestellt hatte und Vorbestellungen entgegen nahm. Resultat: 125.000 Stück in 24 h und über 325.000 in einer Woche. Wo soll das noch hinführen?

Es scheint, dass ein einzelner Mensch, nämlich Elon Musk, die Wende zum elektrischen Fahren im Alleingang einleiten kann. Etwas, an den Regierungen mit Förderprogrammen und etablierte Auto-Großkonzerne mit zögerlichen Halbheiten bislang gescheitert sind. 325.000 Autos trotz Vorauszahlung von 1.000 $ und Auslieferung in etwa zwei Jahren ist ein Wort. Allein dies entspricht schon einem Produktionsvolumen von gut 11 Milliarden Dollar – ein Erfolg, der alle etablierten Auto-Hersteller der Welt aufschrecken lassen müsste. Denn dieser Umsatz fließt nicht in die eigenen Taschen und das tut mit Sicherheit weh. Wenn dieser Trend anhält – und davon ist auszugehen – ist Tesla nicht nur ein ernst zu nehmender Konkurrent auf dem Automarkt, sondern ein Hersteller mit Startvorteilen und ein technologischer Marktführer.

Was ist wohl die Ursache für den unglaublichen Erfolg, der sich übrigens auch in Teslas Aktienkurs wiederspiegelt? Zunächst einmal sprechen die technischen Daten des Modell 3 für sich: Geboten wird nämlich ein Mittelklasseauto, das perfekt für den Elektrobetrieb ausgelegt ist. Für „nur“ 35.000 $ wird eine Reichweite von 345 km geboten, was voll praxistauglich ist. Mit einer Beschleunigung von nur 6 s von 0 auf 100 km/h spürt man selbst hier, was Elektronen können. Auch der Autopilot ist in einem Auto dieser Preisklasse bislang singulär. Und der wichtigste Aspekt des Ganzen: Tesla bietet mit seinem Netz an Superchargern eine schnelle Ladeinfrastruktur, bei der man in knapp einer halben Stunde sein Auto elektrisch „tanken“ kann. Da kommt bislang kein anderer Hersteller mit, kein japanischer und auch kein deutscher. Teslas Konkurrenz dürfte jetzt wach werden – zwei Jahre sind noch Zeit...
 
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