Technische Überwachung von Autos in der EU

2. Dezember 2019, 11:29 Uhr
Technische Überwachung von Autos in der EU
Technische Überwachung von Autos in der EU
Schon seit Jahren wird in neuen Autos Mobilfunktechnik und passende Sensorik eingebaut, mit der sich Kollisionen = Unfälle automatisch erkennen und samt Ort des Geschehens an Notrufzentralen etc. weiterleiten lassen. Insofern dient technischer Fortschritt der Sicherheit des Menschen und es gibt relativ wenig dagegen zu sagen.

Selbstverständlich bieten in Autos eingebaute Ortungssysteme und Beschleunigungssensoren auch jede Menge Potential für nicht ganz so freundliche Fortschrittsfolgen. Schon bieten Versicherer sogenannte Telematik-Verträge an, bei der das Fahrverhalten die Prämienhöhe mitbestimmt. Noch bedienen sie sich kleiner Zusatzelektronik und die Sache ist freiwillig. Die Sensordaten der eingebauten Bordelektronik geht noch nur an Rettungsleitstellen im Notfall und ansonsten bleiben die Daten zunächst beim KFZ-Hersteller. Doch auch in der Verbrechungsbekämpfung regen sich die Begehrlichkeiten, jederzeit wissen zu können, wo jedes Auto aktuell gerade unterwegs ist.

Die EU-Kommission setzte letzte Woche noch Einen drauf: Ab 01.01.2020 muss bei neuer Typgenehmigung und ab 01.01.2021 dann in allen neuen Fahrzeugen sogenannte OBFCM-Software (On-Board Fuel Consumption Measurement) verbaut sein, die permanent den Sprit- bzw. Energieverbrauch erfasst. Mobilfunk-Kommunikation ist ja schon Pflicht. Also wundert es nicht, dass dann verpflichtend der Konsum aller (neuer) Autos nicht nur erfasst, sondern auch gemeldet werden muss. Noch ist nicht entschieden, ob 1 x jährlich via Hersteller-Daten oder doch besser jederzeit aktuell und zentral. Dreimal dürfen Sie raten, was sich da für eine Lösung durchsetzen wird und ein viertes Mal, welche Folgen das für Sie und Ihren Geldbeutel haben wird.
 
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