Steckboardplatine

10. Dezember 2013, 14:36 Uhr
Steckboardplatine
Steckboardplatine

Bei der Firma AK MODUL-BUS kam vor kurzem die Idee auf, eine Platine zu designen, die exakt dem Layout eines der bekannten Steckbretter entspricht, wie man sie für experimentelle Aufbauten und das „Schnell-mal-ausprobieren“ gerne einsetzt. Gedacht – getan. Jetzt ist sie fertig.

 

Praktisch jeder Elektroniker kenn das: Man hat eine Schaltung auf einem der kleinen Steckboards mit den 270 Kontakten ausgetüftelt, aufgebaut und nach Optimierungen schließlich erfolgreich getestet. Nun wäre die Elektronik eigentlich fertig. Der Aufbau auf einem Steckbrett ist aber weder stabil genug, noch rüttelfest und schon gar nicht zum Einbau in ein transportables Gehäuse geeignet. Man müsste jetzt entweder die Schaltung auf eine Lochrasterplatine übertragen und nochmal aufbauen oder aber erst noch eine Platine entwickeln und ätzen oder herstellen lassen. Im letzteren Fall viel Arbeit und Zeitaufwand. Im ersten Fall geht es schneller, aber man muss peinlichst auf die geänderte Leiterbahnführung achten, denn Lochrasterplatinen mit Lötinseln oder Kupferstreifen sind eben anders. Schade eigentlich! Und warum eigentlich?

 

Die Folge dieser Frage war die vorliegende Lösung in Form einer Experimentierplatine im exakt gleichen Layout wie ein Steckbrett. Die Bauteile und die nötigen Brücken kann man so 1:1 vom Steckbrett auf die Platine übertragen. Man kann sogar ein Bauteil nacheinander vom Steckbrett nehmen, an die gleiche Stelle der Platine stecken, anschließend verlöten und diese Abfolge solange wiederholen, bis das Steckbrett leer ist. So entsteht im Handumdrehen aus dem experimentellen Aufbau ein fertiges, stabiles und direkt einsatzbereites Stück Elektronik. In vielen Fällen kann man sich so die Entwicklung einer speziellen Platine sparen.

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