Snapnator: Reinkarnation des „MagSafe“ für Apples neue Notebooks

7. November 2016, 14:42 Uhr
Snapnator: Reinkarnation des „MagSafe“ für Apples neue Notebooks
Snapnator: Reinkarnation des „MagSafe“ für Apples neue Notebooks
Apple ist ja bekanntlich radikal beim Abschneiden alter Zöpfe. Sie waren die ersten, die Computer ganz ohne Diskettenlaufwerk auf den Markt brachten und sind auch sonst immer für Extravaganzen gut. Man erinnere sich nur an die Eintastenmaus oder die merkwürdigen Schnittstellen. Mit dem Wegfall des Magsafe ist Apple wohl zu weit gegangen. Doch es naht Rettung!

Apples kürzlich vorgestellte neuen MacBooks haben nicht nur kein optisches Laufwerk mehr, sondern auch die sonst überall vorhandene klassische USB-Schnittstelle wurde zwar nicht ganz ersatzlos, aber doch gestrichen. Und nicht nur das: Auch die gewohnten Funktionstasten fielen dem Fortschrittswahn zum Opfer. Statt Letzterem gibt es jetzt MacBooks mit Touch Bar, ein OLED-Streifen mit Touch-Bedienung über der Tastatur, was Fans des kalifornischen Computer-Konzerns durchaus eher innovativ und interessant finden.
 
Neben diesem Licht gibt es aber auch ordentlich Schatten: In Sachen Connectivity gibt es statt USB nun auf jeder Seite zwei Thunderbolt-3-Schnittstellen mit Buchsen gemäß USB-C-Standard. Diese Schnittstellen können mit Display-Port, Ethernet, Sound und eben auch USB zwar eine ganze Menge, doch ist die neue Buchsenform schon mechanisch nicht mehr mit dem Vorgänger Thunderbolt 2 kompatibel. Etliche Interessenten ärgern sich deshalb darüber, dass sie nicht nur viel Geld für schlanke Hardware ausgeben, sondern auch noch etliche Adapter kaufen und ggf. mitführen müssen. Ihnen ist dieser Schritt zu radikal, denn selbst für den Anschluss eines iPhones aus dem gleichen Hause wäre ein TB3/USB-Adapter erforderlich. Richtige Apple-Fans sollen wohl hierfür WLAN nutzen.

Der Clou aber ist, dass Apple eine einst gefeierte Erfindung entsorgt hat: Die magnetische Kopplung des Netzteils per MagSafe, der verhindert, dass der teure Laptop zu Boden saust, wenn man versehentlich über das Kabel stolpert. Es gibt nur noch fest steckende USB-C-Buchsen.
 

Ein kleines kalifornisches Start-up hat mit dem Snapnator hierfür die passende Lösung im Programm: Einen kleinen Zwischenstecker für USB-C, der die fehlende magnetische Koppelung nachrüstet. Die Nachfrage ist nicht schlecht, denn die Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter ist erst wenige Tage alt, hat schon die vierfache Menge der benötigen 25.000 $ eingesammelt und die Kampagne läuft noch 49 Tage!
Die 300 preiswertesten Varianten für 19 $ sind alle schon weg; jetzt geht es erst ab 29 $ los. Besonders interessant scheint das Paket aus Snapnator + USB-Adapter für 30 $ zu sein, denn ohne Letzteren dürfte man kaum auskommen.

 
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