Seide für „grüne“ Akkus

10. März 2015, 21:41 Uhr
Seide für „grüne“ Akkus
Seide für „grüne“ Akkus

Lithium-Ionen-Akkus finden sich heute in vielen portablen elektronischen Geräten und selbst in Elektroautos. Leider haben diese Akkus die verflixte Tendenz immer gerade dann zur Neige zu gehen, wenn man sie braucht. Nun gelang chinesischen Wissenschaftlern eine Kapazitätserhöhung auf der Basis eines von Seide abgeleiteten Materials.

Chuanbao Cao und Kollegen glauben, dass Kohlenstoff eine entscheidende Rolle bei Speichern für elektrische Energie wie Supercaps und Akku spielen wird. In der Regel wird hierfür Graphit verwendet, doch leider reicht Graphit nur für eine begrenzte Kapazität von Energie. Zur Steigerung dieser Kapazität wird nach Alternativen zu Graphit gesucht. Das Team von Cao versuchten hierfür einen nachwachsenden Rohstoff zu finden.

Die Forscher entwickelten ein Verfahren, um aus Seide Kohlenstoff-Nanoschichten zu produzieren, die großes Potential als Energiespeicher aufweisen. Mit ihrem Material lässt sich bis zur fünffachen Menge an Lithium gegenüber von Graphit speichern. Solche Unterschiede sind für den Bereich Elektroautos äußerst interessant. Bislang ergab sich sogar nach 10.000 Zyklen nur ein Kapazitätsverlust von 9%. Den Forschern gelang mit ihrem neuen Material der Bau von Prototypen von Akkus und von Supercaps in einem einstufigen Verfahren, das sehr gut skaliert.

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